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Etoile (31)  Stadtbekannt

Dabei seit: März 03 Beiträge: 657 Wohnort: Weltstadt Paderborn
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 12:28 Titel: 28 days later |
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Hey! Kennt jemand diesen Film? Ich nämlich nicht. Man sagte mir, dass der am DO anläuft und wohl zieml. gut sein soll... Was ist das für ein Genre und: Existiert der überhaupt?  |
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merc  Admin a.D.
Dabei seit: Feb 03 Beiträge: 2040
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TommyR (33)  Paderborns V.I.P.

Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 3157
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 13:09 Titel: |
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Also ich habe vor da auch reinzugehen ... hmm wenn mich dann auch noch eine nette Dame ablengt, bekomme ich sicher kaum Gänsehaut ... so ab und zu mal die Hände vor den Augen halten  _________________
1te Regel: Du bist auserwählt, weil du im Club bist!
2te Regel: Der Club ist dein - fühle es & rede nicht darüber!
3te Regel: Du spürst den Beat & Bass - dann bist du im Club!
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 13:31 Titel: |
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Die bisherigen Meinungen über den Film gehen wohl sehr auseinander...
Für diejenigen denen Filme wie "Dawn of the Dead", "Day of the Dead", und sonstige Filme von Romero nichts sagen, der wird wohl seinen Spass (bzw. Schrecken) haben.
Für alle denen Zombiefilme (wobei man hier betonen sollte, dass es sich um die Figuren im Film 28 Days Later nicht um Zombies handelt!) allerdings bekannt sind, werden wohl nicht zu begeistert sein.
Es soll wohl alles nur arg kopiert sein.
Naja, gut kopiert ist besser als schlecht erfunden
Ich werd ihn mir auch anschauen, habe allerdings auch keine grossen Erwartungen, eben weil ich viele viele Zombiefilme kenne. _________________
nisch mit mir, nisch mit dem Commander
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 14:40 Titel: |
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Ich find dieses Endzeitszenario viel interessanter als irgendwelche Zombies... da könnt' ich mir auch 'Resident Evil' anseh'n...
Hier noch mal Infos auf deutsch:
›› http://www.kinopolis.de/filminfo/0-9/28dayslater.html
btw. Ich werde auch reingehen! _________________ come on sucker, lick my battery. |
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sui Zugezogen
Dabei seit: Mai 03 Beiträge: 49
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 16:30 Titel: |
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hm, allein vom trailer her zu urteilen (ok, besonders viel zeigt er nich...) denk ich ma dass das ganze nich bloss n simpler zombie, splatter abklatsch is. und selbst wenn, wieviele splatterfilme werden heute noch produziert und wie viele davon kommen auch noch ins kino?
glaub da muss man dann doch einfach reingehen.
ich jedenfalls kanns kaum noch erwarten  _________________ http://www.drogen-forum.com/forum/index.php?act=ST&f=6&t=17323&s=f08516c4ac1ca545aeb1f765d1ce717f
ohne worte  |
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 17:02 Titel: |
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Öhm, es werden heutzutage mehr Splatterfilme produziert als damals
Und bei den oben genannten Zombiefilmen, die so ziemlich zum Besten des Genre gehören, ist auch das endzeitszenario.
Der Film soll übringens nicht wie Resident Evil sein, sondern halt eher mit Zombie vergleichbar ;. Das liegt allein schon an der Digitalkamera.
Die hat hier nämlich ein sehr rauchiges Bild, was im Kino vielleicht nicht mal so pralle kommt, da es nach einiger Zeit sehr in den Augen schmerzt..
Aber naja, lassen wir uns mal überraschen. _________________
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 17:15 Titel: |
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Ich glaub, du hast mich missverstanden. Ich wollte sagen, dass ich mir den Film wegen dem Endzeitszenario (Aufwachen in einer komlett leeren Stadt) ansehe und nicht wegen den Zombies. Wenn ich einen Zombiefilm sehen will, schau ich mir 'Resident Evil' an...  _________________ come on sucker, lick my battery. |
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 17:18 Titel: |
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| Nobby hat folgendes geschrieben: |
Ich glaub, du hast mich missverstanden. Ich wollte sagen, dass ich mir den Film wegen dem Endzeitszenario (Aufwachen in einer komlett leeren Stadt) ansehe und nicht wegen den Zombies. Wenn ich einen Zombiefilm sehen will, schau ich mir 'Resident Evil' an...  |
Hmm, verstehe...Allerdings sind es ja auch keine Zombies
Und Resident Evil ist fürn Zombiefilm grottenschlecht. Zumindest wenn man auch mal mit nicht Hollywood Megabudget leben kann  _________________
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 17:23 Titel: |
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Jaja, blabla, back to topic!
'Resident Evil' ist der einzige Zombiefilm, den ich kenne und ich gedenke es dabei zu belassen, denn die Idee von untoten Zombies find' ich prinzipiell schon total dämlich...  _________________ come on sucker, lick my battery. |
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 17:24 Titel: |
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Tja, wenn Resident Evil der einzige ist, den Du bisher gesehen hast, dann wundert es mich auch nicht, dass Dir diese Art von Film nicht zusagt
Naja, back to topic!
P.S.
Der Film ist übringes ab 18 und läuft hier ungeschnitten an! _________________
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ehemaliger User Gast
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Verfasst am: Di, 03.06.03, 20:28 Titel: |
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Würde wohl auch mit reinkommen  |
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: Mi, 04.06.03, 20:44 Titel: |
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Hier zwei tolle Rezensionen:
Der Spiegel:
28 days later (SPIEGEL - artikel)
HORRORFILM "28 DAYS LATER"
Gute Zeiten für Untote
Von Jörg Böckem
Ein Virus verwandelt Menschen in mordende Zombies: Danny Boyles Horrorfilm "28 Days Later" spielt mit der neuen Angst vor Seuchen.
Auch der Schrecken ist schneller geworden. Vorbei die Zeiten, in denen das Böse noch auf leisen Sohlen kam oder die Untoten wie unter Valiumeinfluss auf ihre Opfer zuwankten. In Danny Boyles modernem Zombie-Film "28 Days Later" verfügen sie über die Kraft und Geschwindigkeit von Hochleistungssportlern. "Wir wollten einen wirklich Angst einflößenden Film drehen", sagt der Regisseur, "einen zeitgemäßen Film, der sich mit aktuellen Problemen beschäftigt."
"28 Days Later" erzählt, wie bei einem Einbruch in ein Versuchslabor ein Psycho-Virus freigesetzt wird. Sobald es in die Blutbahn gelangt, transformiert es Menschen binnen Sekunden in wutrasende Untote. Die Hauptfigur des Films, der Kurierfahrer Jim (Cillian Murphy), fällt am Tag der Katastrophe ins Koma. Als er vier Wochen später erwacht, ist beinahe die gesamte Bevölkerung Großbritanniens in Zombies verwandelt.
Gemeinsam mit einer Hand voll Überlebender macht sich Jim auf die Suche nach einem letzten übrig gebliebenen Militärposten, immer auf der Flucht vor den Infizierten - den untoten Mordmaschinen auf Speed. "Heutzutage soll alles schneller, effektiver, komprimierter sein", sagt Boyle ("Trainspotting"), "Zeit ist die wichtigste Währung. Da war es nahe liegend, auch die Zombies dahingehend zu modernisieren."
Die Beschleunigung des Horrors blieb lange überfällig. Denn die neunziger Jahre waren keine gute Zeit für Untote. Nur noch ab und an wurden sie aus ihren Gräbern gezerrt, in TV-Serien wie "The Simpsons" und "South Park" von den Lebenden veralbert oder in Videospielen zerschossen.
Dieses Schicksal hatten die Zombies nicht verdient, dachten Boyle und sein Drehbuchautor Alex Garland ("Der Strand"). "Zombies sind viel erschreckender als zum Beispiel Riesenspinnen, weil es sich um transformierte Menschen handelt. Das bedeutet, jeder kann zu jeder Zeit zu einer tödlichen Bedrohung werden. Sie sind ein perfektes Vehikel, wenn man gesellschaftlich relevante Themen in einen unterhaltsamen Film schmuggeln will", sagt Garland.
Also haben nicht nur Genre-Klassiker wie George A. Romeros Zombie-Trilogie und "Der Omega-Mann" die beiden Briten inspiriert. Vor allem aktuelle Ereignisse wie die Angst vor BSE und der Maul- und Klauenseuche, Anthrax-Paranoia oder der Washington Sniper lieferten Stoff für den realistischen Schrecken. Und: "die ständig steigende soziale Wut und Intoleranz in der Gesellschaft", so der Regisseur, "die Rücksichtslosigkeit im Umgang der Menschen untereinander". So ist die Wirkung des Virus dieser realen sozialen Wut nachempfunden - filmgemäß um ein Vielfaches verstärkt: Es macht die Infizierten zu rasenden Zombies. Weniger dramatisch als die Realität ist der Ansteckungsweg: Das Filmvirus wird durch Blut übertragen - für Sars reicht ein Tropfen Hustenauswurf.
Boyles Prä-Sars-Horror-Szenarien orientieren sich an den Nachrichtenbildern von brennenden Tierkadavern in Großbritannien und von Erdbeben in China und der Türkei, an Fotografien der Kriegsgräuel in Bosnien und Uganda. Die Bildästhetik ist angelehnt an unscharfe Überwachungsvideos und grün-verschwommene TV-Aufnahmen aus Krisengebieten. Die Schreckensbilder des Films korrespondieren mit sehr konkreten Ängsten - die letzten Überlebenden verbarrikadieren sich in ihren Häusern, an jeder Ecke kann der Feind lauern, und jeder ist verdächtig. Und so verwüstet und menschenleer wie in "28 Days Later" könnten die Londoner Straßen nach einem Angriff mit Chemie- oder Atomwaffen aussehen.
Der fiktive Schrecken will also wieder ernst genommen werden. Nachdem in der Spaßkultur selbstreferentielles, ironisches Gemetzel und Zitatkunst das Horror-Genre prägten, erinnern sich Boyle und Garland, passend zur Wirtschaftskrise, an alte Tugenden - an die Zeiten, in denen Zombie-Filme als Spiegel gesellschaftlicher Ängste und Unzulänglichkeiten fungierten und die Verfallserscheinungen der Konsumgesellschaft und die Gefahren des unkontrollierten wissenschaftlichen Fortschritts thematisierten.
Schlechte Zeiten für die Lebenden, so scheint es, sind gute Zeiten für die lebenden Toten, denn Zombies eignen sich hervorragend als Projektionsfläche für Angst. "Im allerhöchsten Grade unheimlich erscheint vielen Menschen, was mit dem Tod, mit Leichen und mit der Wiederkehr der Toten zusammenhängt", konstatierte schon der Psychoanalyse-Begründer Sigmund Freud. Und der Filmtheoretiker Georg Seeßlen sieht in der Figur des Zombies die Personifizierung der Angst vor einem fremdbestimmten, unerfüllten, sich selbst entfremdeten Leben.
Der Zombie war schon immer ein Sonderling unter den populären Film-Monstrositäten. Kein Zombie hat in der Geschichte der Spezies je singulären Ruhm errungen wie etwa Dracula unter den Vampiren. Ein Zombie ist immer gesichtsloser Teil einer Masse.
Anders als bei klassischen Horror-Verwandten wie Dracula oder Frankensteins Monster, lässt sich der Zombie-Mythos nicht auf eine konkrete literarische Quelle zurückführen. Er basiert auf haitianischen Voodoo-Riten, in denen Körper von Verstorbenen als willenlose Sklaven des Zeremonienmeisters wiederbelebt werden, und verdankt seinen Namen wahrscheinlich einem Voodoo-Anhänger namens Jean Zombi, der innerhalb seiner Glaubensgemeinschaft zum Heiligen avancierte. Der Klassiker des Genres, "White Zombie", 1932 von Victor Halperin gedreht, hält sich noch eng an die Voodoo-Legende und zeigt die Zombies unter anderem als entmachtete Sklavenwesen in einer industriellen Gesellschaft. Auch der Regisseur Jacques Tourneur bezieht sich in seiner Parabel über den Schrecken der Liebe und die Klaustrophobie der sozialen Konventionen, "I Walked With A Zombie" (1943), einer freien Adaption des Romans "Jane Eyre" von Charlotte Brontë, noch ausdrücklich auf die Voodoo-Vergangenheit.
Doch die große Invasion der Untoten begann Ende der sechziger Jahre, als der junge Regisseur George A. Romero mit "Die Nacht der lebenden Toten" die Untoten reanimierte, zeitgemäß aufbereitete und damit ihren zwiespältigen Ruf begründete. Ein paar Kritiker sahen in den expliziten Gewaltexzessen sozialkritische Aussagen zum Thema Rassenkonflikt, Vietnam-Krieg und Auslöschung der amerikanischen Ureinwohner und werteten die Tatsache, dass brave amerikanische Bürger zu Monstren mutierten, als Ausdruck des Unbehagens in der Kultur. Andere verstanden die blutigen Szenen als tumbe Gewaltverherrlichung. Auch im zweiten und dritten Teil der Saga, "Dawn of the Dead" (1978) und "Day of the Dead" (1985), wurden so exzessiv Zombie-Schädel gespalten, dass sich die Meinungen der Kritiker daran schieden.
Romeros Werke markierten den Höhepunkt und das künstlerische Ende der Zombie-Welle. Der Erfolg seines krassen Gemetzels machte den Untoten am Ende den Garaus, die Nachfolgewerke, von italienischen und spanischen Billigfilmern am Fließband inszeniert, waren in der Regel mehr oder weniger kurzweilige Splatterorgien.
Ohnmächtige Soldaten: "Eine Prämisse des Zombie-Films lautet, dass jeder zu jeder Zeit sterben kann"
Irgendwann war das Genre so ausgereizt, dass Zombies nur noch zur Parodie oder als Zitat taugten. Spätestens nachdem Michael Jackson 1982 in "Thriller" inmitten von Untoten tanzte, waren die Zombies endgültig tot und erledigt.
Anfang der neunziger Jahre wurden sie dann elektronisch wiederbelebt. In Computerspielen wie "Doom" oder "Quake" avancierten sie zu beliebtem Kanonenfutter. Vor allem, weil die Programmierer damit den Jugendschutz umgingen: Da auf dem Bildschirm kein rotes Blut spritzt, wenn Zombies abgeballert werden, sondern grünes, sind diese als nichtmenschlich zu erkennen und damit immun gegen den Vorwurf, das menschliche Leben zu entwerten.
Doch in diesem Jahrzehnt erleben die Untoten wieder eine Renaissance. "28 Days Later" ist nur ein Beispiel für die Wiedergeburt der Untoten: Im vergangenen Jahr trieben sie in den Video-Installationen des Künstlers Mathew Barney ihr Unwesen und trachteten in den Filmadaptionen des Computerspiels "Resident Evil" Milla Jovovich nach dem Leben. In der aktuellen Levi's-Kampagne in England werben Zombie-Cowboys für Blue Jeans, Rockbands wie Zombina and The Skeletones nutzen das Untoten-Image als effektives Schreckgespenst für ihre Bühnenshow. Und die neuen Schurken in "Matrix Reloaded" sehen aus wie gerade dem Grab entstiegen.
Vor allem aber haben Zombie-Freunde höchst effektiv Hollywood unterwandert: Peter Jackson, Regisseur von "Der Herr der Ringe", und Sam Raimi, Regisseur von "Spider-Man", haben sich am Beginn ihrer Karriere ihre Sporen mit Zombie-Filmen wie "Braindead" und "Tanz der Teufel" verdient. Den Schlachtszenen in "Der Herr der Ringe" mit ihren zombiehaften Orks ist das durchaus noch anzusehen.
Die moderne Gesellschaft scheint bereit für mordende Untote. Und zwar weil BSE, Sars und die Anschläge vom 11. September Angst und Paranoia in der Gesellschaft noch gefördert hätten, sagt Boyle: "Eine Prämisse des Zombie-Films lautet, dass jeder zu jeder Zeit sterben kann - ein Gefühl, das den Menschen heute wesentlich vertrauter ist als noch vor wenigen Jahren."
28 Days Later
USA/UK 2002. Regie: Danny Boyle. Buch: Alex Garland. Darsteller: Cillian Murphy, Naomie Harris, Christopher Eccleston, Brendan Gleeson. Produktion: Figment Films, DNA Films, Fox Searchlight, Canal+, British Film Council. Verleih: 20th Century Fox. Länge: 112 Minuten. Start: 5. Juni 2003
Katholischer Filmdienst:
28 Days Later
Von den Folgen eines Fahrradunfalls immer noch mitgenommen, erwacht Jim nach 28 Tagen aus dem Koma und glaubt, das Schlimmste überstanden zu haben. Die Verwüstungen im Krankenhaus und das Fehlen des Personals schüren jedoch seinen Verdacht, noch nicht wach zu sein, sondern einen Albtraum zu erleben. Verstört wandelt er durch die menschenleeren Straßen Londons. In einer Kirche entdeckt er Berge von Leichen – und zwischen ihnen die ersten „Überlebenden“. Doch die durch ihn aufgeschreckten Kreaturen geben keinerlei Erklärungen, sondern trachten nach seinem Leben. Erklärungen bekommt er später von Selina und Mark, die ihn in letzter Sekunde aus den Klauen der Bestien befreien: Ganz England, vielleicht die ganze Welt, liegt in Schutt und Asche. Ein Virus mit dem Namen „Wut“ ist durch befreite Laboraffen auch in den Blutkreislauf der Menschen gelangt und zwingt die Infizierten binnen Sekunden, nicht infizierte Menschen zu töten. Als Gegenmittel bleibt für die Überlebenden nur das Töten der Infizierten. Den Attacken der „Untoten“ fällt schon bald Mark zum Opfer; doch mit Frank und seiner Tochter Hannah finden Jim und Selina zwei effiziente Mitstreiter auf der Suche nach Nahrung und Wasser – sowie neue Hoffnung. Über Funk verkündet ein Major West von der Armee, dass die Rettung nahe sei; man müsse es nur bis zu einem Landsitz vor den Toren von Manchester schaffen und wäre in der Obhut von Gleichgesinnten.
Vor 35 Jahren gab George A. Romero mit „Die Nacht der lebenden Toten“ (fd 17 343) den Untoten im Film eine schwer erträgliche physische, aber auch politische und soziologische Dimension. Sein billig produzierter Film konnte gleichsam als Parabel über eine Gesellschaft gesehen werden, die sich in Rassismus, Sexismus, Militarismus und Ignoranz ergeht. Nach weiteren die Grenzen überschreitenden Filmen der 1970er- und 1980er-Jahre und den darauf folgenden Verbotswellen ging der Horrorfilm immer mehr in jener Unterhaltungsmaschinerie auf, die Blut und Schrecken mit einer Prise Humor anreichert; so wurde etwa aus dem subversiven „Tanz der Teufel“ (fd 24 413) in den Sequels „Tanz der Teufel 2“ (fd 26 646) und „Armee der Finsternis“ (fd 30 167) harmloses Achterbahnkino. In Zeiten, in denen das Genrekino zielgruppengerecht durch Elemente des Teenie-Movie verwässert wird, taugen Zombies nur noch als Elemente des Geisterbahnschauderns oder als Kanonenfutter für schießwütige Kombattanten eines Videospiels („Resident Evil“, fd 35 324). Danny Boyle kehrt zu den Wurzeln zurück. In „28 Days Later“ outet sich die menschliche Gesellschaft als ein System in der Sackgasse: Ausgerechnet aus ihren humanen Tendenzen heraus entwickelt sich ihr Untergang. Wie mit der Ludovico-Methode in „Uhrwerk Orange“ (fd 17 806) steht auch hier ein Experiment am Anfang vom Ende. In Alex Garlands Buch sind es ausgerechnet Tierschutzaktivisten, die die mit dem Wutvirus infizierten Probanten „befreien“ und so ungewollt ein „gut gemeintes“ Experiment der Perversität überführen. Das Versagen in makrosoziologischen Dimensionen setzt sich schließlich auch im Mikrokosmos gruppendynamischer Organisationen fort: Nach dem Trauma einer nicht mehr existierenden Weltordnung steht den Überlebenden der größte Schock noch bevor, als sie mit den aufs Überleben getrimmten Militärs konfrontiert werden, die höchst eigene Wertestrukturen gebildet haben. Die Zombies erscheinen da als das geringere Übel.
Boyles Endzeitszenario ist höchst unangenehm, ohne abmildernde Ironie und (fast) ohne Hoffnung, eine Haltung, die sich auf inhaltlicher und formaler Ebene ausdrückt. Es fällt schwer, Identifikationsvermittler zu finden, die das Filmerleben erträglicher machen. Positiv besetzte Figuren sterben, vermeintlich Gute entpuppen sich als die wahren Monster. So ist der Zuschauer über weite Strecken auf sich allein gestellt. Visuell verstärkt die stumpfe, farbmindernde und grobkörnige Ästhetik der verwendeten DV-Kamera diesen Eindruck. Zwischen expressionistischen Comic-Cells und impressionistischen Abstraktionen alternieren die Sequenzen und machen den Film zu einer Tour de Force, die kaum noch etwas mit Boyles früheren Filmen (u.a. „Trainspotting“, fd 32 052) zu tun hat. In seiner Radikalität ist „28 Days Later“ ein durchaus wichtiger Film, und das nicht nur für ein im wahrsten Sinne ausgeblutetes Genre.
Jörg Gerle _________________
nisch mit mir, nisch mit dem Commander
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TommyR (33)  Paderborns V.I.P.

Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 3157
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Verfasst am: Do, 05.06.03, 08:10 Titel: |
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Ich habe vor am nächsten DI in den Film reinzugehen... möchte jemand vielleicht mit ... Markus wollte wohl auch ... _________________
1te Regel: Du bist auserwählt, weil du im Club bist!
2te Regel: Der Club ist dein - fühle es & rede nicht darüber!
3te Regel: Du spürst den Beat & Bass - dann bist du im Club!
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: Do, 05.06.03, 14:50 Titel: |
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Ich bin dabei, merc bestimmt auch und und gonso wollte auch mit.
Heute abend bestell ich dann mal Karten, am besten gleich für 6 Leute oder so... oder mehr? _________________ come on sucker, lick my battery. |
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TommyR (33)  Paderborns V.I.P.

Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 3157
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Verfasst am: Do, 05.06.03, 15:55 Titel: |
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Heute abend schon? ... nun ja vielleicht sollten wir ne Liste aufstellen und erstnoch den anderen Zeit geben sich auch noch einzutragen ... oder?
Also dabei wollen sein:
Commander
Nobby
Merc
Gonso
TommyR
Markus ??? (denke aber ja)
Und die anderen??? ... ein paar Mädels  _________________
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blubb (25)  Ortskenner

Dabei seit: Mai 03 Beiträge: 488
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Verfasst am: Do, 05.06.03, 15:57 Titel: |
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reintheoretisch wäre ich dabei, aber der film ist ab 18...  _________________ Das, was du suchst, findest du immer an dem Platz, an dem du zuletzt nachschaust.
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Ich danke allen denen, die keine Ahnung hatten und trotzdem geschwiegen haben. |
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: Do, 05.06.03, 16:38 Titel: |
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Dürfte nicht unbedingt das große Problem sein, wenn jemand anders deine Karte für dich kauft...
Ich wollt' auf jeden Fall heute bestellen, weil sonst die guten Plätze weg sind. Aber ich kann ja als Profilaxe erstmal 10 Karten oder so bestellen, was meint ihr? _________________ come on sucker, lick my battery.
Zuletzt bearbeitet von Nobby am Do, 05.06.03, 16:39, insgesamt ein Mal bearbeitet |
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merc  Admin a.D.
Dabei seit: Feb 03 Beiträge: 2040
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Verfasst am: Do, 05.06.03, 16:38 Titel: |
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... und ungeschnitten! ist das nicht geil?!
.cya
merc |
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