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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: So, 03.12.06, 02:35 Titel: Severance |
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Review
Ich bin eher durch Zufall auf diesen Film gestoßen. In der Cinema stand ein kurzer Bericht über den Film, welcher postulierte Severance könne auch Leuten gefallen die Hostel mögen. Nunja, erstmal wieder aus dem Kopf verdrängt. Heute fragte mich ein Freund ob ich nicht Lust habe mit ins Kino zu kommen. Also mal kurz ein Blick in die ofdb geworfen, was SEverance denn so für Benotungen bekommen hat. Und das war durchweg positiv. Also einfach mal mitgehen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Der Film fängt auf jeden Fall schonmal verdammt lustig an. Einige Mitarbeiter eines Waffenkonzerns werden nach Ungarn geschickt, um sich in Sachen Teamfähigkeit weiterzubilden. Die durchaus zweifelhafte Firmenpolitik wird in feinstem Humor durch ein kleines Werbevideo präsentiert. Das hat schonmal für ordentlich Lacher gesorgt. Die charakterlich wild gemixte Truppe fährt also mit dem Bus zu einem verlassenen angemieteten Landhaus, welches sich als eine Bruchbude entpuppt. Sehr langsam und langatmig wird deutlich, dass hier wohl so einiges im Argen liegt. Handelt es sich bei dem Haus um eine alte Rehaklinik für psychisch kranke russische Soldaten? Der Verdacht wird bestärkt als der Busfahrer ausgeweidet aufgefunden wird. Die Truppe will fliehen und wird schließlich in feinster Backwoodslasher-Manier im Zehn-Kleine-Negerlein Prinzip abgeschlachtet. Zumindest fast.
Klingt an sich wie ein recht standardisierter Slasher. Ist es auch fast, wenn da nicht der absolut trockene englische Humor wäre. Beispiele? Eine Bärenfalle durchtrennt das Bein eines Teammitglieds. Um es zu retten soll das Bein in den Kühlschrank des Busses gelegt werden. Da der Kühlschrank allerdings nicht sonderlich groß ist, erweist sich dieses Vorhaben als äußerst schwierig. Oder die Szene in der eine Protagonistin an einem Baum gefesselt ist, mit Benzin übergossen wird und schließlich von einem "Hinterwäldler" angezündet werden soll. Nur leider wollen die Streichhölzer nicht, also muss eben kurz der Flammenwerfer ausgepackt werden. Gerade diese groteske Vermischung von extremen Slasherszenen und trockenem Humor macht den Reiz des Films aus. Und leider ist das auch einer der wenigen Reize. Schwächeln tut der Film immer an den Stellen wo er total zur Komödie abdriftet. Denn dort sitzen nur die wenigsten Gags. Schade eigentlich, aber da war wohl die Intention den Film nicht rein zur Lachnummer abdriften zu lassen, sondern durchaus noch die typische bedrohliche Atmosphäre des Backwoodhorrors zu erhalten. Es wirkt also irgendwie ein bischen unentschlossen. Rein visuell macht der Film einen eher billigen Eindruck. Keine Ahnung woran das gelegen haben mag, aber das war mir einfach zu langweilig in Szene gesetzt. Ansonsten halt ganz solide Inszeniert, auch wenn man schon wesentlich besseres gesehen hat.
Der Vergleich zu Hostel ist stellenweise sogar gerechtfertigt, spätestens bei einer Szene im Keller des Hauses fühlt man sich unweigerlich in Eli Roths Streifen versetzt und auch die Wahl des Ortes im Osten Europas oder die beiden Escortgirls gegen Ende scheinen schon irgendwie von Hostel inspiriert worden zu sein. Ich würde allerdings nicht soweit gehen Severance als eine Parodie anzusehen. Dafür fehlte einfach das gewisse Augenzwinkern. Szenen die auch in anderen ähnlichen Filmen vorkommen wirkten also eher inspiriert als parodierend.
Nunja, für wen ist der Film denn nun was? Die Hostelfans? Teilweise. Ich denke wer sich mit englischem Humor anfreundet und Slasherfilmen nicht abgeneigt ist, der wird an Severance auf jeden Fall seine Freude haben, auch wenn es nicht grad das Höchste der Gefühle ist.
Fazit:
6 von 10 Punkten (Der Film zieht seine positiven Aspekte vor allem aus der grotesken Mischung von Gore und Humor. Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu entdecken) _________________
nisch mit mir, nisch mit dem Commander
Meine DVD-Sammlung
Lache...und die Welt lacht mit Dir! Weine...und Du weinst allein!
Human Suit - Wet Hot High-Powered Metal est MMVI |
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Arne (32)  Wahrer Paderborner

Dabei seit: Jun 03 Beiträge: 1261 Wohnort: Brilon / Paderborn
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Verfasst am: Mi, 06.12.06, 13:09 Titel: |
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Den wollte ich mir auch morgen zu Gemüte ziehen, bin da durch einen Werbebanner drauf gestoßen.
Arne _________________ "Je kleiner das Selbstbewusstsein, desto größer der Schmerz" |
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Arne (32)  Wahrer Paderborner

Dabei seit: Jun 03 Beiträge: 1261 Wohnort: Brilon / Paderborn
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Verfasst am: Mo, 11.12.06, 11:00 Titel: |
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So, war nun Freitag drin und es gibt von mir 7,5 von 10 abgeschossenen Raketen für eine etwas andere Art Horror-Komödie. _________________ "Je kleiner das Selbstbewusstsein, desto größer der Schmerz" |
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fulci24  Stadtbekannt

Dabei seit: Sep 04 Beiträge: 895 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: Di, 12.12.06, 12:58 Titel: |
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Jo, habe ihn leider noch nicht gesehen! Aber ich habe den Regisseur interviewen können! Interview gibt es auf meiner HP  _________________ "Unlike movie special effects, where the viewer sees the perfect take of an effect, creating special effects for a live haunted attraction is a more sustained and drawn out effort." - Tom Savini |
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