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backpacker  Zugezogen

Dabei seit: Mai 06 Beiträge: 27 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: So, 07.05.06, 20:02 Titel: 14 Tage Kenya, mit meinem Freund dem Rucksack |
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14 Tage Kenia mit meinem Freund dem Rucksack/ März 2006
Da ich noch nie in Afrika gewesen bin und dies der Kontinent ist, der in meiner Sammlung gefehlt hat, entschied ich mich für Kenia. Durch meine gesammelten Meilen, der Reisen nach Australien und Sri Lanka mit Skywards, kam ich in den Genuss gratis nach Nairobi fliegen zu können. Natürlich musste ich noch die Steuern bezahlen, die sich auf rund 124 Euro beliefen.
Also ging es für mich mal wieder los. Von Hamburg flog ich mal wieder alleine mit Emirates über Dubai nach Nairobi. Da Nairobi noch im letzten Jahr zu den gefährlichsten Städten der Welt zählte und in der Kriminalitätsrate selbst Johannesburg überholt hatte, gibt es seit Anfang dieses Jahres ein großes Polizeiaufgebot in Downtown und die Zahlen der Überfälle sind drastisch gesunken. Man sollte trotzdem nachts nicht alleine durch dunkle Gassen gehen! Gewohnt habe ich in Nairobi bei Planet Safari Adventure. Die Unterkunft verfügt über zwei Zimmer mit Dormbetten, eine Küche, kein wirkliches Badeszimmer und eine schöne Dachterrasse mit Ausblick auf die Stadt. Wer dort eine 4 Tage Safari bucht bekommt vier Übernachtungen im Hostel gratis dazu. Die Safaris kann ich empfehlen, die Angestellten von Planet Safari Adventure sind sehr bemüht, freundlich und offen für Anregungen. Ich habe mich für den Nakuru NP und den Masai Mara NP entschieden. Pro Tag zahlt man als Student ca. 65 USD, aber ich konnte den Preis aber auf 60 USD drücken. Also umgerechnet 220 EUR. Verglichen mit den Preisen an der Ostküste ist dies ein Schnäppchen ohne Nachteile. Außerdem ist Nairobi die beste Ausgangsposition für Safaris. Der Amboseli NP, Mt. Kenia NP, Masai Mara NP sind schnell und einfach zu erreichen.
Der Nakuru NP liegt im Rift Valley ein 6000 km langes Tal, das sich vom Roten Meer im Mittler Osten bis nach Mosambuique zieht. Im Rift Valley selbst halten sich Millionen von Flamingos auf und ziehen von einem See zum anderen. Der Nakuru NP beherbergt deshalb eine Menge dieser Vögel, die man sich dort anschauen kann. Außerdem gibt es Löwen, Affen, Giraffen, Nashörner, Zebras, Gnus, Hippos…zu sehen, ein artenreicher NP im März. Der Nakuru Np besticht durch viele Akazienbäume, grüne Wiesen und einem Aussichtspunkt von dem man das ganze Gelände überblicken kann. Dort oben tummeln sich eine Menge Affen und es macht wahnsinnigen Spaß deren Sozialverhalten zu beobachten.
Die Nacht verbrachte ich in Nakuru Stadt/ Ort was auch immer in einem Hotel, genauer gesagt im Waterbuck Hotel. Von dort aus ging es dann am nächsten Morgen zum 1510 km² großen Masai Mara NP.
Man sieht Akazienbäume, grünes Land bis zum Horizont und ein Artenreichtum den man erst einmal begreifen muss. In meinen Augen, „Garten Eden“. Ich habe mich dort so wohl gefühlt, dass ich gar nicht mehr weg wollte. Dieser NP bietet alles das ein Herz höher schlagen lässt, staubige Wege, Löwen die Zebras zerfleischen, kämpfende Elefanten, galoppierende Giraffen, nach Beute ausschauende Geparde und und und…natürlich auch Dörfer und Krieger der Masai. Ein Fleckchen Erde an dem man es sehr gut aushalten kann. Geschlafen habe ich in einem Camp in einem Zelt, abends saß ich am Lagerfeuer und habe sogar mit Masai Kriegern getanzt. Sie haben Geschichten über ihre Kultur und über das Erlegen der Löwen gesprochen. Sie tragen rote Gewänder und ziehen mit den Ziegen und Kuhherden durch ihr Land. Die Farbe Rot ist in der Natur eine Signalfarbe und die Tiere wissen: bei Rot droht Gefahr! Sie wohnen in Lehmhütten, mit einer Kuh zusammen. In der Hütte gibt es zudem noch eine Feuerstelle und ein primitiv gebautes Bett. Männer haben mehrere Hütten und mehrere Frauen, also schlafen die Männer zur Abwechslung jeden Tag woanders. Zur Beschneidung sage ich nichts. Finde es widerlich, ekelhaft und nicht vertretbar. Für solche Handlungen hasse ich Menschen.
Im Süden des NP´s befindet sich der Mara Fluss, er trennt Tansania von Kenia. Im Juli und August wandern Millionen von Gnus vom Serengeti NP in den Masai Mara NP und müssen dabei den Fluss überqueren. Leider warten dort sehr viele Krokodile auf die Tierchen, die dann von den Reptilien zerfleischt werden und sich das Wasser rot färbt. Einige der Gnus schaffen es trotzdem ans andere Ufer und dürfen weiterleben. Ein Naturschauspiel, welches man eigentlich einmal im Leben gesehen haben sollte.
Leider ging es dam am Morgen des vierten Tages zurück nach Nairobi, nachdem eine Otter getötet worden ist, die sich in der Küche des Camps aufhielt. Dachte erst es sei eine Python und wollte sie aufheben und weg bringen (das Leben retten), aber dann sah ich die Giftschlange und entschied mich mein Leben zu behalten. Die Masai töteten die Schlange mit ihren Speeren und zündeten sie danach mit Benzin an. Die haben sich gefreut wie Kinder….
Zurück ging es dann wieder, über mit Schlaglöchern gezeichneten Strassen, in die Hauptstadt wo ich eine weitere Nacht verbrachte und meine Prellungen und Blessuren kurierte. Am nächsten Tag kaufte ich mir am Bahnhof ein Zugticket der 2. Klasse nach Mombasa. Ich zahlte 2175 KSH (Kenia Schilling) und fuhr 14 Stunden die Nacht hindurch an die Ostküste.
Im Preis enthalten waren ein mehrgängiges Dinner und ein Frühstück. Die 2. Klasse Waggons sind pro Kabine mit vier Sofas/ Betten ausgestattet. Bettwäsche bringt der Schaffner nach dem Abendessen vorbei. 1. Klasse (3000KSH) Kabinen verfügen über zwei Sofa/ Betten und haben zusätzlich ein Waschbecken.
Angekommen, suchte ich mir ein Matatu das mich nach Watamu bringen sollte. Mombasa selbst ließ ich aus, da ich weder Zeit noch Lust hatte diese Stadt zu besichtigen. Schließlich hatte ich auf der Rückreise zur Sicherheit eingeplant noch einen ganzen Tag in Nairobi zu verbringen um sicher zu gehen meinen Flieger nicht zu verpassen. Nach 3 anstrengenden Stunden in diesem Toyota Bulli kam ich in Gede an und von dort aus sprang ich dann in einen weiteren Matatu der mich nach Watamu brachte. Matatus sind gut um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und etwas über ihr Leben zu erfahren. Man zahlt je nach Strecke zwischen umgerechnet 1 - 2 Euro, also sehr günstig. Sicher sind diese Geschosse nicht unbedingt, da die Fahrer einen unheimlich lebensgefährlichen Fahrstil haben und unglaublich schnell fahren kommt es nicht selten zu Unfällen mit Todesfolge!!! Last euch nicht nach vorne verfrachte, die hinten sitzen überleben meistens
Watamu ist ein Dorf von wo man Zugänge zu drei Stränden hat. Der schönste ist wohl Watamu Beach. Bei Ebbe kann man eine Wattwanderung zum Riff machen und Muränen beobachten, nach Seesternen suchen oder schöne Muscheln finden. Aber bitte wieder zurücklegen. Das Riff ist durch den Tourismus schon sehr beschädigt. Der Sand ist weiß und das Wasser türkis, Schattenmöglichkeiten gibt es nicht so viele es sei denn, man wohnt in einem der Hotels am Strand. In dem Dorf gibt es eine geteerte Strasse, ein paar Stände an denen man Obst kaufen kann, Restaurants und diese seltsamen Discos- oder auch Nuttennester genannt. Ein Produkt des vor 20 Jahren begonnenen Tourismus, sind die Beach Boys. Nach der Schule liefen sie alle an den Strand anstatt zum Schreibtisch, weil die Touristen immer Dollarscheine verteilen. Wer nebenbei soviel Geld bekommt, der sieht keinen Sinn mehr zu lernen, sich eine Grundlage für die Zukunft zu schaffen…Geld beruhigt und so sieht man jetzt genau diese Kinder 20 Jahre später total verwahrlost, nehmen Drogen, teilweise sogar Schore (Heroin), betteln noch immer um Geld und sehen sehr wenig Sinn in ihrem Leben… Klar brauchen gerade Länder in Afrika Tourismus, aber man sollte nicht nur in Afrika die Strategie ein wenig verändern. In meinen Augen ist es so, das die Bevölkerung immer weniger davon hat meistens sind es einzelne Personen die sich eine goldene Nase verdienen und andere Menschen bluten lassen (All inclusive).
Wie auch immer der Aufbau des Dorfes Watamu, ähnelt einem Labyrinth, ich habe mich sehr oft verlaufen aber immer wieder den Weg zu meiner Unterkunft gefunden, wurde nie ausgeraubt oder verprügelt. Nachts durch diese Gassen zu laufen ist eine Erfüllung des Herzens mit Abenteuergefühlen
Speziell an der Ostküste gibt es ein besonderes Phänomen, es gibt Einheimische die doppelt so viel wiegen wie ich, sehr stämmig sind und gesunde zähne haben. Diese Leute sprechen nicht selten Touristen an und betteln um Geld, weil sie nichts zu Essen haben und hungern müssen sagen sie. Nicht wenige, meistens ältere Pauschaltouristen fallen darauf rein. Ich finde es unverschämt auf eine solche Art und Weise den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Klar leiden Menschen in Kenia an Hunger, aber nicht an der Ostküste. Im Norden Kenias gab es eine üble Trockenperiode und im März starben dort oben die Mensche wie die Fliegen. Die Einreisegebühr für Kenia liegt bei 50 USD pro Person, also eine Menge Geld für afrikanische Verhältnisse. Hinzu kommen Subventionen z. B aus Europa oder Amerika, in Kenia müssten eigentlich keine Menschen an Hunger sterben. In der Vergangenheit zerstörte Europa das Land heute ist es die eigene Regierung. Versteht mich nicht falsch aber ich versuche immer zu helfen, wenn ich helfen kann. Es ist nur so ich habe nichts für Leute übrig die mit unglaublichen Lügen andere bescheißen wollen, egal ob es Menschen unterschiedlicher Hautfarbe sind oder einer anderen Religion zugehören. Ich sehe nur den „Menschen“ und nichts anderes und habe noch nie so viele Betrüger wie an der Ostküste Kenias gesehen.
Bestimmt gibt es genug Reisende, die sich jetzt unglaublich aufregen, aber jeder sammelt auf Reisen unterschiedliche Erfahrungen und sieht die Welt mit den eigenen Augen. Die Ostküste, ich spreche von Mombasa, Dianai und Watamu sind meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, aber Afrika braucht Touristen, entscheidet selbst, ihr werdet vielleicht andere Erfahrungen machen …Was sich in Kenia definitiv lohnt sind die Safaris, ein absolutes Muss in diesem Land. Es gibt so viele Orte auf der Welt die wunderschöne Strände beherbergen, für einen Urlaub am Strand würde ich ein anderes Land wählen, für Safaris aber nicht!!!!!
Über Diani schreibe ich erst gar nicht, war für mich ein absoluter Reinfall, schöner langer mit Palmen besäumter Strand aber suche auf meinen Reisen keine Kenianer die deutsch mit mir reden und mich von morgens bis abends belügen.
Um zurück nach Nairobi zu kommen, wähle ich diesmal den Bus. Bezahlt habe ich für ein Ticket bei Standart Express 700 KSH. Noch im letzten Jahr zählte die Strasse von MBA nach NBO zu den gefährlichsten des Osten Afrikas. Es gab hunderte von metertiefen Schlaglöchern und täglich starben dort Menschen an Unfällen oder Überfällen. Seit diesem Jahr ist die Strasse wieder sicher, ein deutsches und schweizerisches Unternehmen hat diese Strasse neu asphaltiert und nun ist es mit dem Bus eine schnellere Verbindung als mit dem Zug.
Es ist günstig Kenia zu bereisen und von Nairobi aus kommt man ohne Probleme nach Tanzania oder Uganda. Wer sich Gorillas angucken möchte der muss nach Uganda, den Kilimanjaro kann man zwar vom Amboseli NP aus sehen, aber wer Expeditionen machen will muss nach Arusha, Tanzania. Bester Ausgangspunkt um den Berg zu besteigen, 5 Tage kosten ca. 1000 USD (Krankenversicherung nicht vergessen, wegen dem eventuellen Rücktransport).
Flüge nach Mombasa gibt es bei L´tur schon ab 122 EUR (Abflug in den nächsten 72 Std.). Nairobi ist um einiges teurer, aber ihr wisst ja jetzt, es ist nicht teuer von Mombasa nach Nairobi zu kommen
Man sollte sich allerdings ein wenig auf eine solche Reise vorbereiten, Gelbfieberimpfung und Hepatitis A und B sollte man schon haben. Die Malariaprofilachse ist auf alle Fälle auch zu empfehlen, wem die Tabletten in BRD zu teuer sind der bekommt 4 Stück n Nairobi in der Apotheke für umgerechnet 8 EUR. Habe sie mir dort geholt und bin gesund!!! Bitte erkundigt euch beim Tropenistitut!!!!
Zum Thema alleine durch Kenia reisen, kann ich nur sagen: Gefährlich werden kann man sich nur selber. Tragt keinen teuren Schmuck, lasst eure Ralph Lauren Polos zu Hause und kleidet euch wie die Einheimischen, mit einem einfachen T-shirt und keiner besonderen Hose. Wedelt nicht mit Geldscheinen in der Gegend rum und macht euch nicht über Menschen lustig. Ich habe bis zum heutigen Tage 35 Länder bereist, viele davon auf eigene Faust und nur mit einem Rucksack bewaffnet. Nie wurde ich ausgeraubt oder erniedrigt oder sonst irgendwas… Fühlte mich überall sicher und Freunde habe ich auch gefunden
Das Alleine reisen hat viele Vorteile aber auch einige Nachteile, die ihr euch sicherlich selbst ausmalen könnt.
Safari
Man muss als Student mit mindestens 65 USD pro Tag rechnen( Nairobi), an der Ostküste ist es teurer. Es gibt eine Menge Anbieter, aber ich kann Planet Safari nur weiterempfehlen.
Die Adresse: Sonalux House, 9th floor, Moi Avenue, www.planetkenyasafaris.com
planet@africaonline.co.ke
Es stehen Jeeps und Bullis zur Verfügung. Man fährt in Gruppen und kann in den Bullis das Dach komplett öffnen (sehr gut um Fotos zu schießen oder einfach mal sein Hirn zu lüften)
März 2006
1 EUR – 84 KSH
Ich empfehle den Reiseführer, Lonely Planet Kenya
Preise für Unterkünfte, Adressen und alles was ihr wissen müsst sagt euch der LP
Budget pro Tag in Kenia: 25 USD, inkl. Unterkunft, Verpflegung, Transport
Viel Spass in Kenya
The world is a book and those who do not travel read only a page. |
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nici (33)  Moderatrice

Dabei seit: Jan 04 Beiträge: 912 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: So, 07.05.06, 23:10 Titel: |
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Deine Kenia Erfahrung spiegeln viel wieder von dem was ich gesehen/ erlebt habe.
Meine nächste Kenia Reise wäre wahrscheinlich eine Verkettung diverser Nationalparkbesuche. An der Küste (Watamu) hatten wir einige nette Volleyballspiele und Wattwanderungen. Ein Fotoshooting auf einem Fels auf den wir nur während der Ebbe kamen, mußte im wahrsten Sinne des Wortes abgeblasen werden, weil der Wind so heftig war das selbst Dreiwettertaft nix mehr an der Frisur des Models retten konnte. Das sind so kleine lustige Erlebnisse an die ich mich zurück erinner, aber wirklich schön war es dort nicht. Man muß allerdings hier einräumen, das Menschen wie Du und ich schon ganz schön versaut sind, wenn man soviele Länder bereits hat. Als ich damals Kenia bereiste, fand ich es klasse. Erst heute resümiere ich, und stelle fest, es gibt so viel schönere Ecken auf der Welt.
Wir waren häufig in großen Gruppen (6-8 Leute) unterwegs, das würde ich heute anders machen. Das Auftreten in großen Gruppen lockt verkaufs-/handels energische Einheimische an, und intensiven Kontakt zu Einheimischen erhäst Du allein, zu zweit...zumindest in einem Land wie Kenia ist weniger mehr.
Überfallen worden bin ich nicht, aber betrogen worden schon. Ich hatte damals sehr viel bunte aussortierte Kleidung mitgenommen, um diese vor Ort als Handelsware zu verwenden (Neon-orange war bei uns eh out, und die Einheimischen lieben bunte auffällige Kleidung). Nach einigen Tagen hatte ich auch einen Interessenten der mir guten Amarula (eine Art fruchtiger Baileys) im Tausch für die 2 Beutel voll mit Kleidung organisieren wollte....aber, um den zu besorgen brauchte er natürlich erstmal Geld. Kriegte er von mir natürlich nicht, aber er verhandelte mit mir, einen Teil der Klamotten vorher zu veräußern und den Rest nach Übergabe zu erhalten. Ich gab ihm nicht die Sachen auf die er besonders scharf gewesen war und wartete 1 Tag....ich Volldepp! Der Betrüger ist natürlich nie wieder aufgetaucht. Ein ähnlicher Deal, den er vorher mit einer Freundin durchgeführt hatte, war gelungen, aber nach 2 Tagen mußte ich wohl begreifen, dass ich diesmal den kürzeren gezogen hatte. Deprimiert verschenkte ich den Rest der Klamotten, und lernte einfach aus der Sache.
Das Du Mombasa ausgelassen hast, war kein Fehler. Ich fand es dort nicht so prickelnd. Die Abgase in der Stadt machen einem bei der Hitze ganz schön zu schaffen, außerdem war ich immer relativ unruhig, denn so eine Kameraausrüstung vorm Bauch (nein, nicht die Touri-optik, sondern einen Phototrekker in Form einer Bauchtasche) zieht schon mal den ein oder anderen Blick hinter sich her. Mombasa war nur Sprungbrett in den Tsavo-East, wo ich eine super schöne Zeit verbracht habe. Wir haben soviele Tiere gesehen. Alles was das Herz begehrt (exkl. Nashörner). Die Camps waren klasse und die Lagerfeuer mit Blick auf den Fluß voll mit Krokodilen ein Traum.
Worauf ich dringend hinweisen möchte ist, paßt bloß auf das Essen auf. Zwei Kollegen (Inka und Jens) haben sich übelst den Magen verdorben. Deswegen wäre fast die Safari ausgefallen. Der Magen-Darm-Trakt spielte nach einem abendlichen Salat komplett verrückt und das war für beide ein echte Qual, für den Rest auch nicht sehr lustig
Finger weg von ungewaschenen Früchten/Obst, bevorzugt abgekochte Sachen. Vermeidet den Verzehr von Eiern. Achtet darauf nur Wasser aus versiegelten Flaschen zu trinken. Nehmt Medikamente mit und weist ausdrücklich darauf hin, das ihr was ordentliches braucht. Nicht zu Kinder-Kohle-Tabletten oder die angeblich so tollen Immodium-Akut (Ärzte empfehlen sogar eher den 2-3 tägigen Krampf einmal zu durchleben und nicht im Keim zu ersticken, weil die Bakterien nicht abgetragen werden usw.). Vielleicht solltet ihr auch hier vor Ort Medikamente einkaufen, aber dann nach Rücksprache mit einem Arzt. Eine Einheimischen-Diagnose prophezeite uns nämlich Malaria...hätten wir daraufhin einfach mal so'n bisschen Malaria-stand-by namens Lariam konsumiert...ich will gar nicht drüber nachdenken (das Zeug ist bescheiden und sollte durch Malarone ersetzt werden)...
Wunderschön fand ich den riiiiesigen Mond am Abend, den fantastischen Sternenhimmel mit den unzähligen Sternschnuppen, die in dem Umfang nur die Südhalbkugel hervor bringt. Den Anblick von kleinen flinken Menschen, die an den Palmen hoch kletterten um Kokosnüsse zu ernten.
Die gesättigten Löwenkinder die ihren Bauch im Schatten parkten, weil sie sich am Zebra überfressen hatten, die Giraffen deren Galoppieren wirkt, als hätte jemand die Zeitlupe eingestellt, die Affenmutter die ihr Junges säugt während sie fast einpennt, die farbenfrohen Echsen, die Kinder die Barfuß über die rote Erde laufen und "Jambo" rufen sobald sie Dich entdecken...alles das was so ehrlich und natürlich ist, das liebe ich an Kenia. _________________ Wake up it's a beautiful morning - Feel the sun shining for your eyes! |
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backpacker  Zugezogen

Dabei seit: Mai 06 Beiträge: 27 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Mo, 08.05.06, 18:12 Titel: |
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Hey Nici,
vielen Dank für deine Ergänzungen. Was ich vergessen habe zu schreiben hast du optimal ergänzt...Klasse Nici, die Leute die dieses Land jetzt bereisen wollen und im Forum vorbeischauen, sind bestens auf ihr Abenteuer in Kenia vorbereitet
have a nice day mate  |
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