Das Phantom der Oper
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Regisseur: Joel Schumacher
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Genre: Musikfilm / Drama / Liebesfilm
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Darsteller: Gerard Butler, Emmy Rossum, Patrick Wilson
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Inhalt: Mitte des 19. Jahrhunderts: In den Katakomben des Pariser Opernhauses treibt ein Phantom (Gerard Butler) sein Unwesen. Da das mysteriöse Geschöpf nicht mit der neuen Starbesetzung einverstanden ist, greift es mit allerhand Tricks und... mehr
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Nachricht |
nici (33)  Moderatrice

Dabei seit: Jan 04 Beiträge: 912 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Mi, 29.12.04, 02:35 Titel: Das Phantom der Oper |
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Diese Filmkritik wird präsentiert vom Kinoplex.de Paderborn und kino.pader.de.
In eine Musical Verfilmung zu gehen, und im Fall von Phantom der Oper handelt es sich zu 90% um die Umsetzung gleichnamiger Oper, werden in erster Linie Liebhaber von Musicals, Kulturinteressierte und solche die meinen bestimmte Sachen/Filme etc. zählen einfach zur Allgemeinbildung. Das ist eigentlich mehr als schade, denn viele geben der Geschichte keine Chance. Zuerst sah es auch so aus, als müsste ich in diesen Film alleine gehen, da sich niemand überwinden konnte mit zu kommen?.
Ein Freund erhielt dann jedoch eine mail von einem Kollegen, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Freunde etc. per mail zu informieren, das es sich bei ?Phantom der Oper? um einen grandiosen Film handelte. Er ahnte das viele diesen Film nicht sehen würden, weil diese vielleicht keine Lust auf die ?Schwere? eines Musicals hatten. Darum erzählte er von der perfekten Umsetzung, der hervorragenden musikalischen Leistung, den guten Schauspielern usw.
Gut für mich, denn somit hatte sich mein Freund überzeugen lassen mit ins Kino zu gehen.
Die Verfilmung des weltberühmten Musicals von Andrew Lloyd Webber (Buch von Gaston Leroux) wirkt so als würde man tatsächlich in einem Theater sitzen. Selbst die Aufnahmen außerhalb des Theaters lassen den Anschein eines Bühnenbildes hervorkommen.
Kurz zu der Story:
Im Jahre 1870 geistert ein mysteriöses Phantom (Gerard Butler) durch die Gänge und über die Dächer der Pariser Oper. Solange man all seine Forderungen jeweils erfüllt, herrscht Frieden. Doch als zwei neue Direktoren die Oper übernehmen und den geheimnisvollen Geist ignorieren, beginnt der Ärger. Weil das Opernmädchen Christine (Emmy Rossum), vom verliebten Phantom jahrelang stimmlich ausgebildet, nicht die Hauptrolle der aktuellen Produktion übernehmen darf, droht das Phantom mit Sabotage.
Als die Diva La Carlotta (Minnie Driver) ausfällt und Christine doch mal ganz vorne singen darf, liegt ihr schnell das Publikum zu Füssen. Heikel wird die Angelegenheit aber, als sich Christine und der junge Graf Raoul de Chagny (Patrick Wilson) ineinander verlieben und das eifersüchtige Phantom Rache schwört.
Die darstellerische Leistung war sehr gut, wobei mir persönlich die Auswahl des Phantoms nicht sehr gut gefällt. Seine Stimme hätte für mein Geschmack wesentlich tiefer sein dürfen, denn man sollte nicht vergessen, dass das Phantom einen Mann darstellt, der ihr Vater sein könnte. Seine doch recht helle klare Stimme wirkte eher wie die eines jüngeren Mannes (seine Optik übrigens auch).
Es handelt sich übrigens um eine Synchronisation bei der leider die Texte oft nicht zu den Lippenbewegungen passen.
Ein großes Lob auch an die Maske. Genau wie es sich für ein Musical gehört wurde ordentlich dick aufgetragen (wobei die Hauptdarsteller natürlich relativ verschont bleiben). Das Make-up und die Kostüme waren grandios. Hier wurde nicht an Zeit und Geld gespart. Passend dazu natürlich auch die pompöse Darstellung des Theaters in dem das Phantom lebt.
Da ich die Kombination von Theater-Darstellung und musikalischer Unterstreichung als lebendiger wahrnehme und auf der emotionalen Ebene auch viel schneller anspringe, bin ich natürlich nicht mit trockenen Augen davon gekommen. Ich werte das als Frauen-Problem und vergebe dem Film noch eine gute Note/Extrapunkt für Abschlepper, denn im Gegenzug hätte sich ein Mann sehr gut als Frauenversteher hervorheben können.
Wer Evita oder Moulin Rouge gesehen hat und dieser Art von Filmen etwas abgewinnen kann, sollte die Chance noch schnellstmöglich nutzen, bevor der Film wieder von der Leinwand verschwindet. Denn eins ist sicher, die Szenerie ist im Kino wesentlich beeindruckender und mitreißender als wahrscheinlich vor dem heimischen Fernsehgerät. |
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