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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: Di, 06.03.07, 01:07 Titel: |
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#98: Das Leben der Anderen
Ein Film, der seinen Oscar wirklich mehr als verdient hat. Eigentlich hätte sogar noch mehr drin sein müssen als der Auslandsoscar - Auszeichnungen für Schauspieler oder Drehbuch wären auch mehr als gerechtfertigt. Für mich war besonders überraschend, wieviel Spannung dieser Film entwickelt. Der klassische Geschichtsfilm ist zwar meist sehr interessant, aber spannend doch weniger... und das ist hier anders. Was sicher nicht zuletzt an der großartigen Story liegt, die äußerst glaubhaft daher kommt und neben einem realitätsnahen Bild der DDR vor 20 Jahren auch noch eine ganz andere Botschaft vermittelt, und zwar mittels einer Klaviersonate! Auch die Schauspieler Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck und Ulrich Tukur bieten eine einzigartige Darstellung - subtil und doch fassbar leuchten sie jede noch so kleinste Nuance ihres Charakters aus und hinterlassen eine komplexe Figur, die trotz ihrer Fehler plötzlich gar nicht mehr so unsympathisch ist. Abgerundet von einer hohen Authentizität und Detailreiche lässt sich nur sagen, dass "Das Leben der Anderen" klar und mit Abstand einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre ist. Und so eine Aussage treffe ich selten!
Note: 9 von 10 Punkten
[Vorherige Erwartungshaltung: ~7/10]
cu. _________________ come on sucker, lick my battery. |
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zebigbos (33)  Moderator

Dabei seit: Dez 04 Beiträge: 1320 Wohnort: Ulm
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Verfasst am: Di, 06.03.07, 13:00 Titel: |
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ich fand ihn auch klasse. hab ihn (ganz authentisch) im cinemaxx am potsdamer platz verfolgen dürfen. leider schon etwas müde in der spätvorstellung, aber werd ihn mir sicher nochmal anschauen. _________________ "You see, in this world there's two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig."
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dahooky (30)  Moderator

Dabei seit: Jun 05 Beiträge: 1398 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Mo, 12.03.07, 08:13 Titel: |
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| ich hab ich jetzt auch gesehen! Voll Zustimmung zu der Benotung und eine Bestätigung für den Oscar. |
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dahooky (30)  Moderator

Dabei seit: Jun 05 Beiträge: 1398 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Di, 13.03.07, 19:29 Titel: |
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Volver
Europäische Filme haben oft das Problem, dass sie zu europäisch sind als das man sie dann woanders versteht. Bei dem Film Volver handelt es sich um eine spanische Geschichte in der Region La Mancha. Die Geschichte erzählt von einer Familie aus dieser Region, ihre bisherigen Tragödien und ihre Hoffnung. So leben die beiden Töchter - eine davon Penelope Cruz mit Mann und Kind - nun in Madrid. Trotzdem zieht es sie der Tradition und der Familie wegen immer wieder zurück in das Heimatdorf. Ein Spiel aus mehreren Handlungen entwickelt sich dann draus. Es geht um die angeblich verstorbende Mutter, die als Geist der anderen Tochter erscheint und mit ihr nach Madrid kommt. Es geht um den Tod von Penelopes Mann, gestorben durch die Hand der Tochter, die er vergewaltigen wollte. Es geht um die Vaterschaft eben jener Tochter, die wohl nicht erblich von Penelopes Mann abstammt. Es geht um die Geschichte der Nachbarin, eine gute Freundin der Familie. Sie vermisst immer noch ihre Mutter. Und all das hat etwas mit der Vergangenheit zu tun!
Mit der Zeit entwirren sich diese vielen Geschichten und man bekommt dabei viel über die Kultur, das Verständnis von Freundschaft, Tradition und Familie und Tod beigebracht. Das Happy End ist dann, dass man am Ziel der Geschichte ist und eigentlich ganz weit in der Vergangenheit, wo jeder irgendwie etwas mit zu tun hat und jeder dann ein "Päckchen" zu tragen hat.
Wie wohl klar wird, ist der Film nicht lustig und das sollte er auch nicht sein. Es gehört sich für den Film auch nicht, denn es geht schon um viele Tragödien. Das Verwirrspiel verspricht ein wenig Spannung, aber man fiebert nicht unbedingt mit. Die Tragödie wandelt sich nicht unbedingt in Dramatik um. Eher fühlt man sich unterhalten und diese unterschiedlichen Ansichten in den Werten lenken einen ab. Man kann sich nicht identifizieren und fragt viel nach. Man denkt also viel bei diesem Film! Vielleicht zuviel um sich auf den Film einzulassen. Zudem finde ich die Rollenbesetzung nicht einmal so passend, denn Penelope Cruz musste nicht unbedingt dafür spielen. Dafür kennt man sie als amerikanischen Filmstar und liebt sie auch dafür.
6 von 10 Punkten |
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dahooky (30)  Moderator

Dabei seit: Jun 05 Beiträge: 1398 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Mo, 19.03.07, 10:24 Titel: |
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Hannibals Rising
Ich bin es langsam leid. Es gibt nur noch Fortsetzung und ein neuer Trend ist wohl dafür einen Rückschritt einzulegen. Bei Hannibals Rising schaut man, wie er sich zu dem entwickelt hat, was er später im Schweigen der Lämmer verkörpert.
Die Geschichte spielt im frühen 20. Jarhundert in den Wirren des zweiten Krieges. Die Familie steckt mitten im Kriegsgebiet und fliehen vor den einziehenden Truppen. Bei einem Angriff fallen die Eltern und so bleiben die Kinder zurück. Nicht nur Soldaten ziehen durch das Land, sondern auch Kollaborateure. Von solchen einem Trupp werden beide aufgesucht. Was dann passiert, gilt als Geburt des Hasses, des Monsters.
Die Geschichte ist dahinfließend, jedoch fragt man sich, warum es in Deutschland passiert und warum wieder einmal die Nazizeit und der WW2 dafür hinhalte muss. Das erschließt sich auch weiterhin nicht und auch der wachsende Hass von Hannibal ist eher gebastelt als verständlich. Daher auch die Benotung:
6 von 10 Punkten
Mitten ins Herz
Ja, für Männer halt ein schwerer Schritt. In einen Hugh Grant Film zu gehen ist halt nicht leicht. In diese Fall handelt es sich natürlich wieder um eine Komödie mit Witz, Humor und ein dem Hauptbestandteil - der Lovestory.
Ein Ex-Popstar vergangener Zeit soll für eine aktuelle Popikone einen Song schreiben. Leider ist seine Texterqualität sehr schwach und so sucht er nach jedem Anker. Da kommt auf einmal eine Haushälterin - nebenbei auch noch attraktiv - , der die Zeilen nur so über die Lippen kommen. Karriere, Liebe, was nun?
Wie immer sind solche Stories ein Auf und Ab mit lustigen Anekdoten, Sarkasmus, Charme von zwei sich näher kommenden Menschen. Bekannt, angewandt und somit nichts neues. Der alternde Grant spielt dabei eine ihm vertraute Rolle. Man muss ihm zu Gute halten, dass er sich nicht liften lässt. Seine Augenlider sprechen für so einen ausgebranten Ex-Popstar. Eine gute Bestzung. Auch Drew als hibbeliges Zufallserzeugnis passt in die Rolle. Natürlich gibt es dann ein Happy End.
Man muss wohl einfach sagen: viele Frauen sind einfach zu begnügen.
5 von 10 Punkten |
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zebigbos (33)  Moderator

Dabei seit: Dez 04 Beiträge: 1320 Wohnort: Ulm
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Verfasst am: Mo, 19.03.07, 11:05 Titel: |
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| dahooky hat folgendes geschrieben: |
Man muss wohl einfach sagen: viele Frauen sind einfach zu begnügen.
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da hast du wohl recht... "Der ist sooo schöööön"
Aber ich war gestern drin und muss sagen, es hätte schlimmer kommen können. Ich fand ihn ganz witzig und der Schleimanteil war hinreichend klein, dass man ihn noch gut ertragen konnte. Es gab aber auch schon witzigere Filme. Gelacht hab ich wirklcih nur einmal als C. sagte. "Kommt mit, ich muss euch UNBEDINGT das Dach zeigen. Es ist oben..." _________________ "You see, in this world there's two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig."
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dahooky (30)  Moderator

Dabei seit: Jun 05 Beiträge: 1398 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Mo, 19.03.07, 12:10 Titel: |
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| genau, der Witz hab lustig. Seltsam, dass die Cora so eine Ähnlichkeit mit Miss Spears hatte...blond und blöd. |
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zebigbos (33)  Moderator

Dabei seit: Dez 04 Beiträge: 1320 Wohnort: Ulm
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Verfasst am: Mo, 19.03.07, 12:51 Titel: |
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vor allem, wie sie die wohl gecastet haben... sie muss ja intelligent genug gewesen sein, um die rolle glaubhaft rüber zu bringen. _________________ "You see, in this world there's two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig."
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: So, 25.03.07, 15:00 Titel: |
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#99: Napoleon Dynamite
Ich las mal, dass man diesen Film entweder liebt oder hasst, etwas dazwischen gäbe es nicht. Dem kann ich mich aber nicht anschließen. Hassen ist zu viel gesagt, aber gut war der Film in meinen Augen auch nicht. Durch endlose viele gute Kritiken für diesen Film, bin ich doch neugierig geworden und sah ihn mir gestern an. Die völlige Abwesenheit einer Story hat mir sehr zu schaffen gemacht... während die Skurrilität der Charaktere und die abstrakte Umgebung Napoleons in der ersten halben Stunde noch sehr amüsant und etwas völlig neues war, nutzt sich dieser Effekt ziemlich schnell ab. Und 90 Minuten dieselben Gags ersetzen leider keine Story. Vielleicht sind mir die anderen Qualitäten des Films einfach durch die Lappen gegangen? Das Ende war zwar wieder ganz nett und rundet den Film zu einem "etwas anderen" Film mit Aussage ab, aber in seiner ganzen Länge war "Napoleon Dynamite" trotz aller netter Ideen und Einfälle für mich einfach kein gelungener Film, dessen Synchronisation nebenbei auch noch alles andere als vorteilhaft ist.
Note: 4 von 10 Punkten
[Vorherige Erwartungshaltung: ~8/10]
cu. _________________ come on sucker, lick my battery. |
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