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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: Sa, 16.12.06, 04:02 Titel: |
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So, komme auch grade aus "The Departed", nachdem ich mir zuvor extra nochmal Infernal Affairs angeschaut habe
The Departed zeigt Martin Scorsese mal wieder in Bestform. Immer wenn es um Mafiosi geht kann er auftrumpfen. Kaum jemand versteht es solche Gansterepen auf die Leinwand zu zaubern. Da "The Departed" nunmal ein Remake eines sehr erfolgreichen Thrillers aus Honk Kong ist, werde ich mich diesmal auf einen Vergleich beschränken.
Trotz der gleichen Geschichte und einer teilweisen kompletten Übernahme von Szenen unterscheidet sich The Departed doch ein ganzes Stück von "Infernal Affairs". Der wohl größte Unterschied ist die Erzählzeit. Die Laufzeit von Scorseses Film beträgt immerhin 155 Minuten, während Infernal Affairs mit knapp über 1 1/2 Stunden wesentlich kürzer geraten ist. Scorsese ist eben der Mann fürs epische. Er erweitert die Story des Originals um einige Facetten, von denen allerdings nicht alle hätten sein müssen. Wozu zum Beispiel die Psychiaterin? Ok, die erfüllte ihren Zweck im Film, doch wie es anders geht hat Infernal Affairs schon vorgemacht. Nicht falsch verstehen. Die Erweiterungen der Story sind in diesem Falle nicht negativ zu betrachten, lediglich unterstützen sie das Vorhaben des Regisseurs die Thematik eben wesentlich breiter anzulegen. So wird die Vorgeschichte der beiden Spitzel beim Original aus Asien beispielsweise in einigen wenigen Szenen abgehandelt und der Film widmet sich direkt dem Konflikt der Protagonisten. Scorsese dagegen versucht den Personen mehr Tiefe zu verleihen und erzählt eben auch in aller Breite wie sie zu dem wurden was sie letztlich sind. Den Aufstieg zum Handlanger eines Mafiabosses, bzw. den Aufstieg zu einer führenden Person innerhalb der Polizei.
Was sich jedoch gravierend von Infernal Affairs unterscheidet sind die Motivationen der Spitzel. Und genau da liegt irgendwo das einzige Problem von The Departed. Gerade in den Szenen die zum Wandel der Einstellungen führen wird alles zu knapp gehalten. Besonders die Motivation von Sullivan (Matt Damon) kommt hier nicht so wirklich heraus. Hat er nun die Seiten gewechselt, oder nicht? Wenigstens ist Scorsese konsequent genug gewesen und The Departed ebenso wie das Original in einer gerechten Lösung enden lassen. Das Böse stirbt. Erst ganz am Ende, wenn man die Ratte auf dem Fenstersims sieht, wird deutlich, dass Sullivan sich nicht geändert hat und nach wie vor zu den Bösen gehört.
Infernal Affairs erreicht den gleichen Effekt, jedoch auf andere Art und Weise. Sullivan (Der Einfachheit halber nenne ich ihn auch mal Sullivan, da mit den asiatischen Namen eh kaum einer was anfangen kann. Interessant jedoch, dass die Person von Andy Lau gespielt wird) ändert dort nämlich seine Gesinnung und hat Gefallen an der Polizeiarbeit gefunden. Das Böse wird zum Guten bekehrt, aber muss innerlich ein Leben lang für seine Taten büßen.
Auf dieser Ebene bieten die beiden Filme also unterschiedliche Sichtweisen die man beide vertreten kann.
Wenn man sich darstellerischen Leistungen anschaut, dann sollte klar sein, dass Hollywoodgrößen wie Jack Nicholson (Der hier eine absolut brillante Leistung bietet und seine Rolle wirklich perfekt spielt), Martin Sheen, Leonardo Di Caprio (ja, auch den mag ich mittlerweile) und einige andere den bereits perfekten Leistungen ihrer asiatischen Originale in nichts nachstehen. Jeder Film hat halt einen kleinen Ausrutscher. Im Original war es der Chef der Triaden und im Remake die durchschnittliche Leistung von Matt Damon (Dem ich ohnehin nicht viel abgewinnen kann).
Tja, welcher Film ist nun besser?
Das kann man so überhaupt nicht sagen. Die Handlung ist identisch, aber die Herangehensweise und einige nicht gerade unerhebliche Veränderungen machen jedes Werk zu etwas Eigenständigem.
Es kommt immer darauf an, was einem gerade mehr zugänglich erscheint. Wenn ich Lust auf episches Kino habe, dann kann ich blind zu The Departed greifen. Will ich jedoch eher einen reinen Thriller sehen, dann doch bitte lieber Infernal Affairs. Dafür wäre The Departed ein wenig zu langatmig.
Vielleicht nicht ganz uninteressant für die zartbesaiteten unter uns...schaut euch lieber Infernal Affairs an. The Departed geizt nicht gerade mit blutigen Szenen und derbem Humor. Was Jack Nicholson da teilweise für Sprüche reißt ist nichts für euch.
9 von 10 Punkten (Epischer Thriller mit genialen Darstellers und einer super Story. Steht dem Original in nichts nach)
P.S. Noch ein Wort in eigener Sache
Ich weiß es ist am Anfang nicht einfach sich auf Filme fremder Länder einzulassen. Auch ich finde beispielsweise absolut keinen Gefallen an Bollywood. Aber gerade die moderne Filmindustrie von Ländern wie Hong Kong oder Korea bieten absolut geniale Filme. Sicherlich ist die Erzählstruktur für unsere westlichen Gewohnheiten teilweise sehr fremd und gewöhnungsbedürftig. Dass auch viele, für uns fremde, Metaphern und Symbole in diesem Kulturkreis vorkommen erleichtert uns das Verständnis des asiatischen Films nicht gerade.
Aber wenn ich so im Kino sitze und mir immer wieder anhöre wie genial doch dieser oder jener Einfall war, dann möchte ich der Person am liebsten einen Zettel mit Filmhinweisen in die Hand drücken. Gerade in Zeiten der Remakeschwemme asiatischer Filme halte ich es für wichtig Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn sonst würde der falsche das Lob ernten.
Also versucht ein wenig euren Horizont zu erweitern und auch mal außerhalb des amerikanischen Filmmarktes nach Perlen zu suchen. Die sind dort zahlreicher vertreten als man glaubt. Es muß ja nicht gerade Hardcoregedöns wie Oldboy, Sympathy for Mr. Vengeance, Audition und Co sein. Gerade in letzter Zeit gibt es sehr leicht zugängliche Filme aus dem Osten.
Und mal ehrlich...kein Boom-Boom-Bay oder sonst ein Actionheroe des amerikanischen Kinos hat jemals solch virtuose Bleiorgien inszeniert wie Altmeister John Woo zu seinen Hong Kong Zeiten.
Die Lanze musste jetzt einfach mal gebrochen werden  _________________
nisch mit mir, nisch mit dem Commander
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: So, 17.12.06, 06:18 Titel: |
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Hab dann doch nicht mehr auf die DVD gewartet:
#96:
Mann, wie kann man denn eine so geniale Story so schlecht umsetzen? Ich bin seit "Ocean's Twelve" von einem solchen Ensemble nicht mehr derartig enttäuscht worden. Derbe Sprüche und spritzendes Blut machen noch lange keinen guten Mafiafilm - das sollte Scorsese eigentlich wissen. Mich wundert nur, dass die grauenhafte Musikauswahl hier noch nicht angesprochen wurde... die völlig unpassenden Musiktitel versauen aber auch wirklich jede Atmosphäre und lassen überhaupt gar keine Spannung aufkommen. Emotional ist der Film also völlig an mir vorbeigegangen. Selbst das das wohl auf Schock ausgelegte Ende konnte mich nicht überraschen oder überzeugen... da ich es bereits vorhergesehen hatte, konnte ich es lediglich mit einem Achselzucken quittieren.
Zu den Darstellern: Matt Damons Performance fand ich äußerst unspektakulär, nahezu gelangweilt langweilig. Bezüglich Jack Nicholson haben sich meine Befürchtungen bestätigt, denn ich konnte ihn keine Minute ernst nehmen... besonders weil er auch hier einen dämlichen Witz nach dem anderen riss. Mark Wahlberg war da schon weitaus witziger. Einzig und allein komplett und absolut überzeugend war - wie erwartet - Leonardo DiCaprio. Der Typ kann wirklich was und ihm gebühren 2/3 meiner Punktewertung, Respekt! Der Rest war einfach nur eine einzige, große und langatmige Enttäuschung...
Note: 3 von 10 Punkten
[Vorherige Erwartungshaltung: ~8/10]
cu. _________________ come on sucker, lick my battery. |
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: So, 17.12.06, 16:15 Titel: |
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Mach ruhig mal!
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Commander (31)  Lokalmatador


Dabei seit: Sep 02 Beiträge: 5764 Wohnort: PB Pride!
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Verfasst am: So, 17.12.06, 16:38 Titel: |
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| Nobby hat folgendes geschrieben: |
Mann, wie kann man denn eine so geniale Story so schlecht umsetzen? Ich bin seit "Ocean's Twelve" von einem solchen Ensemble nicht mehr derartig enttäuscht worden. |
War das auf die Schauspieler bezogen? WEnn ja, kann ich das nicht nachvollziehen. Gespielt haben bis auf wenige Ausnahmen eigentlich alle sehr gut.
| nobby hat folgendes geschrieben: |
Mich wundert nur, dass die grauenhafte Musikauswahl hier noch nicht angesprochen wurde... die völlig unpassenden Musiktitel versauen aber auch wirklich jede Atmosphäre und lassen überhaupt gar keine Spannung aufkommen.
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Auch das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Den Score fande ich ziemlich unaufdringlich und nicht sonderlich beachtenswert. Auf jeden Fall nicht negativ. Der Soundtrack jedoch war eigentlich ganz gut. Gerade die Dropkick Murphys haben doch super zu den irischen Wurzeln der Protagonisten gepasst.
| Nobby hat folgendes geschrieben: |
Emotional ist der Film also völlig an mir vorbeigegangen.
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Da kann ich Dir teilweise sogar recht geben. Aber die Frage ist doch inwiefern der Film emotional überhaupt berühen soll. Das Orignal ist beispielsweise sehr emotional. Das liegt an den Sympathien die man den Protagonisten entgegen bringt. Bei Scorsese findet das jedoch nicht statt, da außer Leonardo di Caprio eigentlich niemand ein Sympathieträger ist! Da ist Scorsese sich selbst ein wenig untreu, denn für gewöhnlich wirft der Betrachter den handlenden Personen in seinen Mafiafilmen immer Sympathie entgegen. Die Charaktere sind halt ambivalent. Das war hier nicht gegeben und gerade das kann man auch positiv sehen. Jeder war eine Ratte. Egal auf welcher Seite. Dadurch wird eine unheimlich negative Grundstimmung aufgebaut, die allerdings nicht sonderlich emotional zu berühren weiß.
Mir persönlich liegt die Ambivalenz zwar auch eher, aber auch diese Variante hat seinen Reiz (Schau Dir dazu mal bitte das Original an. Da haste deine Emotionen, auch hervorragend durch den Score unterstützt).
| Nobby hat folgendes geschrieben: |
Selbst das das wohl auf Schock ausgelegte Ende konnte mich nicht überraschen oder überzeugen... da ich es bereits vorhergesehen hatte, konnte ich es lediglich mit einem Achselzucken quittieren.
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Was soll ich denn erstmal sagen? Ich habe mir unmittelbar vor The Departed Infernal Affairs angeschaut. Das Ende hat mich auch nicht überrascht, aber trotzdem ist es gelungen. Wieso war das denn so vorherrsehbar? Fand ich jetzt eigentlich gar nicht. Ok, sagen wir es mal so. In diesem Sumpf der Intrigen hätte alles passieren können, aber die finale Lösung der Konflikte finde ich eigentlich recht interessant.
| Nobby hat folgendes geschrieben: |
Zu den Darstellern: Matt Damons Performance fand ich äußerst unspektakulär, nahezu gelangweilt langweilig.
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Vollste Zustimmung
[quote="Nobby]
Bezüglich Jack Nicholson haben sich meine Befürchtungen bestätigt, denn ich konnte ihn keine Minute ernst nehmen... besonders weil er auch hier einen dämlichen Witz nach dem anderen riss.
[/quote]
Gerade diese Unberechenbarkeit und Skurilität fand ich sehr passend. Ok, ein bischen weniger Nicholson wäre vielleicht nicht schlecht gewesen. Er hatte ein bischen zuviel Screentime, denn da gab es wesentlich wichtigere Personen die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.
Aber seine Interpretation des Charakters war sehr interessant. Bedrohlicher als jeder durchgestylte Obergangster.
[quote="Nobby]
Der Rest war einfach nur eine einzige, große und langatmige Enttäuschung...
[/quote]
Sicherlich hätte man einiges besser machen können. Nachdem einige Zeit verstrichen ist und ich nicht mehr unter dem Ersteindruck des Films liege, würde ich auch lieber eine schwache 8/10 geben. Gerade wenn man sich mal wieder ein wenig mehr Gedanken um diverse Figuren und ihre Daseinsberechtigung macht. Aber das ist halt Scorseses Stil. Ausufernde Epen.
Aber nur 3/10 Punkten finde ich dann doch ein bischen zu wenig. Erzähltechnisch ist das schon ganz großes Kino. Zumindest in meinen Augen. _________________
nisch mit mir, nisch mit dem Commander
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Nobby (27)  Admin a.D.
Dabei seit: Nov 02 Beiträge: 8026 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: So, 17.12.06, 17:06 Titel: |
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| Commander hat folgendes geschrieben: |
| War das auf die Schauspieler bezogen? WEnn ja, kann ich das nicht nachvollziehen. Gespielt haben bis auf wenige Ausnahmen eigentlich alle sehr gut. |
Das war darauf bezogen, dass ich von solch einem Regisseur in Zusammenarbeit mit solchen Schauspielern automatisch einen ziemlich guten Film erwarte und herb enttäuscht worden bin.
| Commander hat folgendes geschrieben: |
| Den Score fande ich ziemlich unaufdringlich und nicht sonderlich beachtenswert. Auf jeden Fall nicht negativ. Der Soundtrack jedoch war eigentlich ganz gut. Gerade die Dropkick Murphys haben doch super zu den irischen Wurzeln der Protagonisten gepasst. |
Die Dropkick Murphys waren ja noch ganz gut, aber auch ihre Musik fand ich zu vordergründig. Ansonsten war es mir einfach zu unpassend, wenn gerade jemand hart zusammen geschlagen wird und/oder Spannung aufkommen sollte, während mich im Hintergrund ein 08/15-Lied einlullt... und das permanent! Da hätte ich mir wesentlich mehr Score gewünscht.
| Commander hat folgendes geschrieben: |
| Aber die Frage ist doch inwiefern der Film emotional überhaupt berühen soll. |
Also, mit Emotionalität mein ich auch Spannung, Mitfiebern, Trauern, Freude, Lachen und so weiter. Ein Film, der mich nicht berühren kann, ist ein schlechter Film - ganz einfach. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Absicht war oder nicht.
| Commander hat folgendes geschrieben: |
| Das Ende hat mich auch nicht überrascht, aber trotzdem ist es gelungen. Wieso war das denn so vorherrsehbar? Fand ich jetzt eigentlich gar nicht. |
Naja, das mag auch an euren Äußerungen bezüglich des Endes hier gelegen haben. [spoiler]Aber wirklich spätestens in dem Moment, in dem Costigan der Psychiaterin den Umschlag gibt, war klar, dass er sterben würde. Und dass der Höhepunkt des Films auf oder in dem leeren Lagerhaus statt finden würde, war mir auch sofort klar. Also hab ich ab dem Moment förmlich darauf gewartet, dass Costigan stirbt... und das war dann ja auch ziemlich schnell der Fall.[/spoiler]
| Commander hat folgendes geschrieben: |
| Erzähltechnisch ist das schon ganz großes Kino. Zumindest in meinen Augen. |
Die Erzähltechnik wurde meines Erachtens ebenfalls durch die miserable Musikauswahl völlig versaut. Schade.
cu. _________________ come on sucker, lick my battery. |
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dahooky (30)  Moderator

Dabei seit: Jun 05 Beiträge: 1398 Wohnort: Paderborn
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Verfasst am: Sa, 30.12.06, 13:38 Titel: |
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hui,
viele Meinung und ich weiß gar nicht, was ich mir daraus auswählen kann.
Ensemble: Eine große Auswahl hervorragender Schauspieler, die mir wirklich nicht annährend ausgenutzt wurden. Leo hat mich zwar voll überzeugt und der Mann wird in seinen Rollen langsam erwachsen, aber der Rest war sehr enttäuschend - besonders Matt. Zwar kenn ich Jack nur so und er spielt diesen durchgeknallten Mafiosi auch recht gut, aber irgendwie passt es nicht so ganz. Es gibt zu viele Extrema in diesem Film, die kein ebenes Bild ergeben.
Musik: Auch so ein seltsames Thema. Ich finde aufdringlich Musik manchmal sehr passend und hier versucht sie wieder so ein Extrem darzustellen. Man denke nur an Kill Bill. Da hatte die Musik auch eine ganz besondere Bedeutung. Aber die beiden Filme würde ich gar nicht vergleichen wollen. Hier war die Musik auf jeden Fall in den meisten Fällen unpassend.
Film: Tja, ich kannte den Vorgänger nicht und somit habe ich nicht mit einem typischen Mafiafilm gerechnet. Der Trailer versprach meiner Meinung nach schon eine ganz andere Art. So kam es ja auch. Gewalt, abgedrehte Sprüche, Auf und Ab der Emotionen. Das Gefühl der Langeweile kam bei mir nicht auf, denn ich war ganz gut unterhalten worden. Zwar zog es sich etwas in die Länge, weil die "Ratte" nicht gefunden wurde, aber dieses Katz-und-Maus-Spiel war amüsant, besonders weil die Erzähltechnik gut war. Die Wechsel der Seiten war gut und erzeugte eine gewisse Spannung. Bis der Film etwas zu 3/4 vorbei war! Das Ende fand ich einfach nur armseelig und schwach. Ich glaube da hatte keiner mehr Lust und irgendwie wollten sie ihn beenden. Ich glaube man kann eher den Anfang eines Film versauen, als das Ende.
So, mein Fazit: gäbe es eine Geld-zurück-Garantie in Kinos, dann wäre es hier der Fall gewesen. Viel zu hohe Erwartungen lassen einen ganz tief fallen. Bitte keine Oscars (außer für Leo vielleicht).
5 von 10 Punkten (mit Möglichkeit auf +1 für Leo) |
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