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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Pader.de - Das Forum Foren-Übersicht -> Kino, Film und TV in Paderborn
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Nobby (27) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Fr, 20.10.06, 02:14    Titel: Antworten mit Zitat



#95: Match Point
So, bin nun auch in den Genuss gekommen, auch wenn der Film nicht ganz oben in meiner Liste stand.
Der Film lässt sich sauber in zwei Teile trennen. Teil 1, das Drama, und Teil 2, der Krimi: Zuerst entwickelt sich alles recht langsam, aber es läuft auf die klassische Dreiecksbeziehung hinaus. Chris will Nola, die aber mit Tom verlobt ist, dessen Schwester Chloe Chris dann heiratet, obwohl er nach wie vor Nola begehrt. Erster Schwachpunkt... ich kann einfach nicht nachvollziehen, jemanden zu heiraten, nur um an die Frau meines zukünftigen Schwagers heranzukommen. Zumal die Beziehung zwischen Chloe und Chris seinerseits irgendwie eh nur nach "Gelegenheitsbeziehung" aussah. Chris' Obsession für Nola geht jedoch erstmal weiter... und bald gewinnt er sie für sich. Nicht mehr lange und sie fordert von ihm, sich von Chloe zu trennen. Er zögert jedoch verständlicherweise, weil er dafür einiges an Luxus-Lebensstil aufgeben müsste, den er Chloes Vater zu verdanken hat. Bis hierhin fällt es, mal abgesehen vom edlen Oberschicht-Ambiente, recht leicht, sich in die Charaktere hinein zu versetzen. Der Seitensprung ist passiert - was tun? Beichten oder still schweigen? Spannend Chris' Reaktion zu beobachten...
Seine Lösung will ich natürlich nicht vorweg nehmen, auch wenn sie noch einiges an Laufzeit beansprucht. Es fiel mir jedoch schwer, diese zu akzeptieren, da sie für mich niemals in Frage kommen würde. Sie bringt aber noch einiges an Spannung mit sich und auch ein überraschendes Ende... besonders gut gefiel es mir, wie der Schluss die Überleitung zum Anfang findet, sich der Kreis schließt und man endlich versteht, warum dieser Film heißt wie er heißt. Das reißt einiges an Punkten raus.
Mal noch kurz zu den Schauspielern: Scarlett macht ihre Rolle sehr gut, wirklich wunderbar, auch wenn ihre Darstellung anfangs etwas zu aufgesetzt lasziv wirkte. Jonathan Rhys Meyers blieb hingegen ziemlich blass. Er wirkte mir zu aalglatt, um Sympathien zu tragen... seine dreisten Lügen trugen ebenso dazu bei. Natürlich ein Rollenaspekt, aber selbst sein Leid ließ keine Emotionen bei mir aufkommen. Der Rest des Ensembles hat keine großen Chancen, sich in den Vordergrund zu spielen, denn hier geht es eh nur um die Tragödie des Menschen, in diesem Fall des Protagonisten Chris.
Alles in allem fehlt diesem Film ein wenig Drive. Das Drama ist zu vorhersehbar, die Spannung stellt sich zu spät ein. Die Story überzeugt in Ansätzen, Scarlett ist großartig und das Ende genial, aber insgesamt vergebe ich eine doch eher maue Wertung.

Note: 6 von 10 Punkten
[Vorherige Erwartungshaltung: ~5/10]

cu.
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dahooky (30) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Fr, 27.10.06, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat



FC Venus
Kurz und knapp: ich fand den film sehr lustig. Man mag so etwas als pures Popkorn-Kino bezeichnen, aber lieber sind mir Filme, die darauf ausgelegt sind, als Filme, von denen ich zu viel erwarte und es sich nicht bestätigt.

Die Geschichte ist recht plump, aber lustig. Darauf soll es wohl auch ankommen. Gute, lustige Unterhaltung. Dazu beitragen tun die guten deutschen Schauspieler, die oftmals kitschigen Schnitte und Effekte und zuletzt sogar die Filmmusik. Eine Mischung, wo wenig Fußball-Vorurteile unberücksichtigt bleiben.

Also ich hab gute gelacht, von daher würde er mehr verdienen. Von außen betrachtet aber kein Meisterstück. Halt platt Wink

6 von 10 Punkten


Chaos

Mr Transporter ist wohl anscheinend ein gefragter Mann. Das steht aber nicht unbedingt immer für Qualität! Bei Chaos ist ein Action-Krimi rausgekommen, der es mit TV Filmen aufnehmen kann.
Der Hauptdarsteller wurde wohl extra ausgewählt, weil er wieder den Bad Cop spielen darf. Da passt Jason Statham natürlich rein. Von daher eine gute Besetzung, aber ehrlich - haben wir von so dumpfen Cops nicht die Nase voll? Das gibt es doch nun fast in jedem Film...sehr unkreativ. Sein Gegenpart ist der clevere Bankräuber Weslie Snipes. Hm, bin ich jetzt in Transporter oder in Blood. Ok, ich weiche ab. Ich bin also nicht mal bei den großen Nachteilen des Films und schon hab ich nichts Positives zu vermelden.
Böser Cop wird aus seiner Suspedierung zurückgeholt, da sich ein Bankraub mit anschließender Geiselnahme ereignet. Der Geiselnehmer-Boss Snipes fordert genau ihn und keinen anderen. Statham in seiner "ihr könnt mich eigentlich alle mal, aber verflucht, ich mach den Job" Haltung macht mit. Die Geschichte ist flach...Geiselnahme wird gesprengt von den Cops, weil die Einsatztruppen eigenmächtig handelt - total glaubwürdig - und die Täter verschwinden. Dabei ist das Haus nur so umstellt! Das geht so weiter und es kommt zu einem Katze und Maus-Spiel mit Elementen anderer Filme. So wird vermutet, dass das Geld das Hauptthema ist. Es wurde nämlich eine Haufen Geld beiseite geschafft, der nun über Scheinkonten wandert, ohne lange zu bleiben. Hallo, geklaut? Der clevere, dumpfe Statham, der Fuchs, bekommt es aber spitz. Tja, bleibt also nur noch übrig die einzelnen Gangster zu schnappen. Die sind ja so doof...nur Snipes ist clever genug. Er weiss ja wie sein alter Partner arbeitet. Ja, sie waren mal Partner. Auch noch das. Ehemaliger Partner will Partner umlegen!

Der Film ist ein einziges Puzzelstück aus anderen Filmen, nicht kreativ, wenig spannend, völlig sinnlos und unpassend aufwendig gemacht...die Schauspieler sollen da wohl einiges übertünchen. klappt nicht!

4 von 10 Punkten
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Commander (31) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Sa, 25.11.06, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Bloodrayne
Uwe Boll strikes again. Handwerklich, dramaturgisch und teilweise auch darstellerisch unter aller Kanone. Trotzdem kann man diesem Film einen gewissen Unterhaltungsaspekt nicht absprechen. Entweder hat man Gelegenheit sich an den Reizen der Kristanna Loken zu ergötzen, sich über die haarsträubenden dämlichen Szenen scheckig zu lachen, oder aber man erfreut sich an den wirklich sehr sehr blutigen FX von Großmeister Ittenbach, der sich hier mal wieder so richtig austoben konnte. Sehr fadenscheinig natürlich dann das Ende, welches rein inhaltlich absolut null Sinn macht, aber dafür nochmal die tollsten und blutigsten Effekte in Zeitlupe vorführt. Eines muss man dem Boll also lassen: Er scheut sich nicht davor auch mal einige Goreszenen deutlich expliziter zu gestalten. Aber trotzdem reißt das den Film natürlich nicht aus dem tiefen Schlund der verhunzten Filme.

3 von 10 Punkten
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Commander (31) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Sa, 25.11.06, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wächter der Nacht
Soso, da haben die Russen uns ja wirklich mal einen richtig guten Film vorgelegt. Visuell sehr gewöhnungsbedürftig, aber durchaus interessant. Lediglich die erste halbe Stunde wirkt sehr verworren und hätte besser sein können. Aber danach wird die Story auch gradliniger verfolgt und der Effektoverkill ist auch nicht mehr so deutlich wahrzunehmen, während die Charaktere an Tiefe gewinnen. Sehr genial finde ich das Ende, welches eindeutig Lust auf den folgenden Teil macht.
Ansonsten bleibt vielleicht noch anzumerken, dass man sich zwar (zumindest nach dem ersten Teil der Trilogie) seine Gedanken um das dort geschaffene Universum machen kann, sich jedoch (noch) nicht alles schlüssig erklären kann. Aber vielleicht kommt das ja noch.
Auf jeden Fall mal einen Blick wert, gerade weil es auch was anderes ist.

8 von 10 Punkten
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BeitragVerfasst am: So, 26.11.06, 01:20    Titel: Antworten mit Zitat

Syriana
Ich mag brisante Thriller. Auch wenn sie politische Themen haben? Naja. Aber das hier war mir dann doch ein wenig zu verworren und vor allem viel zu langweilig inszeniert. Der Film dümpelte nur so vor sich hin und lediglich die letzten 20 Minuten konnten ein wenig Spannung erzeugen. Es ist zwar schön und gut, dass die sicherlich mindestens 4 Handlungsstränge gegen Ende alle verknüpft sind, allerdings wäre es mir lieber gewesen, wenn man denn vorher schon Andeutungen gemacht hätte, wo was zuzuordnen ist. Denn so zog sich das leider alles wie Kaugummi. Sicherlich, die darstellerischen Leistungen waren allesamt gut, und einige Szenen auch wirklich schön und eindrucksvoll bebildert, aber das reicht eben nicht für einen fesselnden Thriller. Der Film wurde unnötig verkompliziert. Dass der Regisseur zuvor schon Traffic drehte sieht man Syriana auch wirklich an. Der war ähnlich gestrickt. Ebenfalls sehr langweilig. Was bleibt also über? Gute Darsteller, technisch hohes Niveau, aber die Erzählstruktur ist einfach nicht mein Ding.

5 von 10 Punkten
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Zuletzt bearbeitet von Commander am Mo, 19.02.07, 18:32, insgesamt ein Mal bearbeitet
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Commander (31) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: So, 26.11.06, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

V - Wie Vendetta
Ich war doch positiv überrascht. Stilistisch irgendwo zwischen Batman und Daredevil angesiedelt, erzählt "V - Wie Vendetta" uns eine durchaus interessante Geschichte. Visuell überragend, und auditiv geht es wirklich nicht besser. Da mal ein großes Lob an den zuständigen Toningeneur von Warner Home. Referenz.
Der Film wäre sogar fast perfekt gewesen, wenn da nicht der etwas abfallende Mittelteil gewesen wäre. Da wurde sich an der ein oder anderen Stelle leider etwas zuviel Zeit gelassen. Besonders überragend war natürlich der ganze Anfang bis zur Explosion von Iustitia. WOW! Wieder einmal eine besonders gelungene Comicverfilmung!

9 von 10 Punkten
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zebigbos (33) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Mo, 27.11.06, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

also ich hätte die letzten beiden genau umgekehrt bewertet Smile

apropos. der anwalt bei syriana ist der neue Felix Leiter Wink
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BeitragVerfasst am: Mo, 27.11.06, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wenns um die letzten beiden geht - exakt meine Bewertung. 5/10 und 9/10 Smile
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Nobby (27) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Mo, 27.11.06, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Kommt der meinigen auch recht nahe. Wobei ich "Syriana" im Nachhinein vielleicht doch eher etwas aufwerten würde...

cu.
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fulci24 Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Mo, 27.11.06, 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Commander hat folgendes geschrieben:
V - Wie Vendetta
Ich war doch positiv überrascht. Stilistisch irgendwo zwischen Batman und Daredevil angesiedelt, erzählt "V - Wie Vendetta" uns eine durchaus interessante Geschichte. Visuell überragend, und auditiv geht es wirklich nicht besser. Da mal ein großes Lob an den zuständigen Toningeneur von Warner Home. Referenz.
Der Film wäre sogar fast perfekt gewesen, wenn da nicht der etwas abfallende Mittelteil gewesen wäre. Da wurde sich an der ein oder anderen Stelle leider etwas zuviel Zeit gelassen. Besonders überragend war natürlich der ganze Anfang bis zur Explosion von Iustitia. WOW! Wieder einmal eine besonders gelungene Comicverfilmung!

9 von 10 Punkten


Jupp, der Streifen war mit das Beste was ich in diesem Jahr gesehen habe!!! Ganz großes Kino...
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Commander (31) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: Sa, 02.12.06, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

2001 Maniacs
Tja, was soll man davon halten? American Pie meets Backwoodslasher. Quasi Hostel in den Südstaaten. Nur irgendwie besser als Hostel. Es gibt eine Menge Brüste, einige harte Goreeffekte und vor allem zahlreiche One-Liner. Klar darstellerisch ist das eher auf niedrigem Niveau, aber mal ehrlich...bei einem solchen Film suche ich kein Niveau. Auch die finale Auflösung ist äußerst fadenscheinig und an den Haaren herbeigezogen. Naja, was solls. Auf jeden Fall sehr gute Unterhaltung

8 von 10 Punkten


Aeon Flux
Orwell und Huxley würden im Grabe rotieren, wüssten sie wie uninspiriert diese Zukunftsvision inszeniert wurde. Außer einer süssen Charlize Theron wird einem hier wenig geboten. Irgendwie alles bekannt und strunzendumm und steril erzählt. Handwerklich sicherlich gar nicht mal so schlecht, aber was soll man machen bei einem solchen Drehbuch? Einige Actionszenen wissen jedoch zu gefallen.

3 von 10 Punkten.
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Commander (31) Geschlecht: Männlich
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BeitragVerfasst am: So, 14.01.07, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Königreich der Himmel - EC
Sehr epischer Film von Ridley Scott, der teilweise aber leider einige Längen hat. Entgegen meinen Erwartungen erwartet einen kein ausuferndes Schlachtfest. Sicherlich gibt es gerade gegen Ende durchaus einige deftige Kampfszenen, aber wesentlich weniger als erwartet. Liegt undgefähr auf den Niveau von Braveheart. Orlando Bloom mutet hier ausnahmsweise mal nicht wie ein schwuler Legolas-Verschnitt an und weiß durchaus zu gefallen. Auch die übrige Garde der Darsteller sind allesamt auf einem hohen Level. Recht gewöhnungsbedürftig war die Farbgebung des Films. Dieser penetrante Blaustich war sehr anstrengend.
Kann man sich auf jeden Fall anschauen und liegt irgendwo nicht weit hinter Gladiator und Co.

7 von 10 Punkten


Heartbreake Ridge
Der gute alte Clint Eastwood. Immer wieder gerne in Rollen gesehen, in denen er den steinalten Typen gibt, der sich gegen andere durchzusetzen weiß. Genau das gibt es auch hier zu sehen. Das geniale an diesem Film: Die Sprüche. Da sollte man sich echt mal Notizen machen. Hier werden Spruchsalven abgefeuert die voll auf das Zwerchfell treffen. Das ist leider aber auch fast das einzige was hier abgefeuert wird. Denn entgegen der Erwartungen die man bei diesem Film wohl hegt gibt es so gut wie keine Kämpfe zu sehen. Lediglich die letzten zwanzig Minuten können wir Zeuge werden, wie eine Marines Einheit unter der Leitung von Clint Eastwood irgendeinen Hügel in irgendeinem Karibikstaat stürmt. Sehr schade eigentlich. Bis auf dieses Manko und der überflüssigen Lovestory lohnt sich der Film jedoch. Selten so geniale Sprüche gehört.

7 von 10 Punkten


Videodrome
Meine Fresse. Respekt an Mr. Cronenberg. Ich glaube selbst nach dem zwanzigsten Mal sehen werde ich diesen Film nicht in allen Einzelheiten durchschauen. Ich glaube das kann selbst der Regisseur nicht mehr. Soviele Erzählebenen und soviele Ideen. Der helle Wahnsinn. Da fühlt man richtig mit dem Protagonisten mit. Kein Wunder, denn der Zuschauer kriegt alles nur aus seiner Perspektive mitgeteilt. Und da gibt es Halluzinationen und Wahnvorstellungen ohne Ende.
Sehr genial auch die gesamte Thematik:
Max Renn, der Chef eines TV-Senders sucht für sein Programm immer neue brutale und sexuelle Sendungen. Das wollen die Leute sehen und das will er ihnen geben. Durch Zufall (Ist es denn auch Zufall?) stößt er auf einen Piratensender namens Videodrome. Dieser zeigt extreme Folterszenen bei denen nicht mal klar ist, ob das Ganze echt, oder nur gespielt ist. Max versucht heraus zu finden wer das Programm ausstrahlt und kommt dabei einer ganz großen Sache auf die Spur. Unter der Oberfläche der brutalen Szenen verbirgt sich ein für den Zuschauer nicht bewußt wahrzunehmendes Signal, welches eine Kontrolle über die entsprechende Person zulässt. Eine Art Hypnose über das Fernsehen.
Allein beim Lesen der Handlung wird einem schon auffallen, dass es verdammt viele Facetten gibt, die man beim Betrachten des Films beleuchten kann.
Jeder der sich jetzt interessiert fühlt, sollte sich den Film besorgen. Ein Meisterwerk.

10 von 10 Punkten


Silent Hill
Als ich in bei dem Film "Ring" im Kino saß, habe ich mich vor lauter Anspannung fast in den Kinosessel gegraben. Absolut spannend und gruselig. Ein ähnliches Gefühl hatte ich auch bei Silent Hill. Leider nicht im Kino gesehen, aber mit entsprechender Anlage auch zu Hause ein audiovisueller Hochgenuss. Der Film basiert auf der gleichnamigen Spielereihe. Inwiefern es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede gibt, kann ich nicht beurteilen, da ich die Spiele nie gespielt habe. Der Film ist auf jeden Fall in sich geschlossen und bietet das heutzutage leider viel zu seltene Moment der Interpretationsfreiheit.
Am Ende des Films sitzt man nämlich erstmal da und ist baff. Was soll man von dem Gesehenen halten? Eine logische Erklärung ist ohne weiteres Nachdenken erstmal nicht drin. Ich habe mir mittlerweile schon 3 Interpretationsansätze zurechtgelegt. Alle drei sind möglich. Das ist das Schöne an diesem Film.
Was erwartet einen während des Films? Auf jeden Fall eine Menge Schocks, sehr dichte und leicht kranke Atmosphäre, bizarre Optik und ein höllischer Score.
Nachteile hat der Film eigentlich erstmal gar keine. Wie gesagt lässt er viele Fragen offen, aber genau das kann bei diesem Film nur positiv zu sehen sein.

10 von 10 Punkten


Das Ding aus einer anderen Welt
Was ist nur aus John Carpenter geworden? Einst gefeierter Macher solcher Kracher wie Assault, Halloween, The Fog, Die Klapperschlange und eben auch The Thing und später nur noch peinlicher Verwurster seiner Selbst mit dem traurigen Tiefpunkt Ghosts of Mars.
War für mich zuvor Halloween sein bester Film, muss ich das nun revidieren. The Thing ist wirklich noch eine ganze Spur besser. Das Besondere an diesem Film ist wie so oft bei Carpenter natürlich die grandiose Atmosphäre. Durch gute Beleuchtung, minimalistischem Score (für den sich übrigens Ennio Morricone ins Zeug gelegt und Carpenters minimalistischen Stil aufgegriffen hat) und darstellerischer Intensität erschafft Carpenter eine Atmosphäre die einen voll und ganz aufzusaugen scheint. Alles wirkt so real. Das gilt natürlich nicht für die teilweise erschreckend widerlichen Goreeffekte. Denen ist ihr Alter leider anzusehen, macht aber nichts, da dieses unwirkliche Element einfach in diese Welt zu passen scheint.
Jeder der sich auch nur im entferntesten für Horror interessiert muss sich diesen Film einfach anschauen. Wirklich genial!

10 von 10 Punkten


Superman Returns
Zunächst mal vorweg. Es hätte wohl niemand so gut das Erbe von Christopher Reeves übernehmen können wie Brandon Routh. Er passt einfach super rein. Spielt wie Reeves und sieht zudem auch noch so aus. Gleiches gilt auch für Lex Luthor aka Kevin Spacey, welcher die Rolle lediglich einen Tacken härter wirken lässt.
Soviel zum Positiven. Ansonsten hat mich der Film doch recht enttäuscht. Erstmal zur Optik. Was zum Geier war das denn?!? Mieseste Computereffekte! Und dank der schrecklichen weichgezeichneten pastellartigen Farben wirkte auch noch der gesamte Film wie ein einziger Effekt. Lasst mich bloß in Ruhe mit solch einem Mist. Das hat mir den ganzen Film versaut.
Die Handlung ist irgendwie auch nichts besonderes. Wirkt irgendwie rein strukturell genau wie der erste Teil. Es war einfach alles Mittelmaß. Eher eine der schlechten Comicverfilmungen

3 von 10 Punkten
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BeitragVerfasst am: Mo, 15.01.07, 00:50    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, gleich drei 10er-Bewertungen in einem Beitrag. Und gerade bei "Superman Returns" weichst du davon ab... Würde mir bei letzterem noch eine etwas ausführlichere Kritik wünschen. Der Weichzeichner ist mir (soweit ich das noch weiß) nicht aufgefallen und die von dir negativ bewerteten Spezialeffekte hatte ich in meiner Kritik als "State of the Art" bezeichnet. Ansonsten zählst du nur noch eine schwache Story auf... mit dem Original-"Superman" im Hinterkopf kann ich das noch verstehen, aber nur "3 von 10 Punkten" will mir trotzdem nicht einleuchten. Da herrscht noch Klärungsbedarf! Wink

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BeitragVerfasst am: Mo, 15.01.07, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Kann ich gerne mal machen. Es ist theoretisch übrigens möglich, dass lediglich die DVD grottenschlecht ist. Das habe ich schon öfters gehört. Aber naja...die Effekte waren trotzdem extrem mies.
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BeitragVerfasst am: Mo, 15.01.07, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, aber Silent Hill hat (insbesondere am Ende) mich maßlos enttäuscht. Ich hab das Spiel gezockt und muss sagen, es wurde sich bemüht, den Plot desSPiels zu kopieren, was nicht gelang. Düstere Elemente wie die entsprechend perfiden Waffen, die benutzt wurden blieben aus. Es war eine Produktion für das Massenpublikum, für mich alle mal 6 Punkte wert, weil er schon spannend war. Ist wohl einfach ein subjektiver eindruck
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BeitragVerfasst am: Mo, 15.01.07, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ich kenne das Spiel absolut nicht. Von daher kann ich da nicht vergleichen. Als eigenständiger Film war das aber sehr gut
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BeitragVerfasst am: Mo, 15.01.07, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Commander hat folgendes geschrieben:
Allein beim Lesen der Handlung wird einem schon auffallen, dass es verdammt viele Facetten gibt, die man beim Betrachten des Films beleuchten kann.

Nein.
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BeitragVerfasst am: Mo, 15.01.07, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

LOL...dann stell dein Kopp ma auf "an" Wink
Schau Dir den film einfach an an Wink
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BeitragVerfasst am: So, 04.02.07, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Streben nach Glück

Naja, ich war gestern im Kino und hatte nicht so die dolle Erwartung. Immerhin sehe ich den Smith lieber in actionreichen Filmen mit coolen Sprüchen. Das war in dem Film wohl eher weniger zu erwarten. Es war also tiefgründig... so und da fängt es an. Der Film war nicht sehr tiefgründig. Er zeigte zwar sehr gut, wie man unaufgefangen in den USA von 100 auf 0 - auch in der Geldbörse kommen kann, wenn man Pech hat. Das passiert dem Hauptcharakter. Dabei muss er sich nicht nur um sich kümmern, sondern auch um seine Familie. Diese droht auseinander zu fallen wie sein Leben. Aber es bleibt zu oberflächlich, zu platt. Wenig Kritik an dieser Situation.
Dann kommt die Wende?! Vom Tellerwäscher zum Millionäre. Ist das nicht schön? Das geht natürlich und jeder im Saal könnte denken: wow, ist das wirklich möglich. Wenn er das schafft, dann ich auch. Dabei hat er es nicht leicht: er ist schwarz, er gehört zu einer oft unterdrückten Bevölkerung. Wir das kritisch gesehen? Kaum! Oberflächlich. Wenn es aber auch möglich ist, dann ist es nur ein Märchen, denn wenn einer von einer Million es schaffen kann, dann ist das ein Märchen. Wir das offen kommuniziert? Kaum...

Fazit:
Popkorn-Gefühl-Kino und daher nicht besonders attraktiv.

6 von 10 Punkten
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BeitragVerfasst am: Mo, 19.02.07, 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

München
Im Grunde mag ich keine politischen Filme. Und erst recht keine Filme die voraussetzen, dass man wenigstens ein Grundgerüst an politisch-geschichtlichem Wissen hat. Das habe ich nämlich nicht. Und ich habe eigentlich auch gar kein Interesse daran. Daran wird auch München nichts ändern können. Der Film ist sicherlich ganz gut und routiniert inszeniert, allerdings gibt es gerade gegen Ende doch einige arge Längen. Zwar postuliert Spielberg auf der DVD, dass der Film absolut überhaupt nicht judenfeindlich sein soll, das kann man jedoch auch völlig anders sehen. Ich glaube ihm zwar, aber naja.
Wie gesagt, München hat sicherlich einige sehr gute Szenen und ist zumindest in den ersten 2 Stunden auch recht spannend, aber irgendwann merkt man, dass da einfach zuviel erzählt wird und die Geschichte ein wenig den Rahmen sprengt. Einige Passagen wirken da einfach extrem reingequetscht. Entweder man macht es richtig (und dann auch richtig lang) oder aber man reduziert den Film auf das Wichtigste. Diese halben Sachen find ich da eher störend. Sieht man jedoch von den Schwächen gegen Ende des Films einmal ab, kann man sich durchaus einen Abend mit diesem Film beschäftigen. Meine persönliche Wertung fällt dennoch nicht so hoch aus, da allein das Thema mich schon nicht so sonderlich interessiert.

6 von 10 Punkten



Eine Frage der Ehre
Komisch. Da ist der Film doch glatt all die Jahre an mir vorbeigezogen. Ok, ich mochte die meiste Zeit meines Lebens Tom Cruise nicht sonderlich leiden und habe den Film vermutlich deswegen im Free TV immer weggeschaltet, aber egal. "Eine Frage der Ehre" zählt in meinen Augen zu den besseren Gerichtsfilmen und reiht sich in die Liga von "Die Jury" oder "Das Urteil" ein. Bis zur Oberklasse ("Die 12 Geschworenen") reicht es dann aber trotzdem nicht. Jack Nicholson spielt mal wieder seine Paraderolle als Fiesling und auch Tom Cruise hat mich einmal mehr überzeugt. Was der Film dann noch so an Nebendarstellern auffährt ist schon beachtlich (Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und Kevin Pollack).
Die Szenen vor Gericht könnten dann vielleicht noch ein bissel windiger sein, aber ansonsten war der Film einfach nur sehr gut.

9 von 10 Punkten

Eine späte Erkenntnis, aber besser als nie
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